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Berlinale 2011: Der heiße Scheiß vom European Film Market/ Teil 2

Der Scheiß ist immer noch heiß, und deswegen kommt hier nun Teil 2 der großen EFM-Übersicht. Wer Teil 1 verpasst hat oder nochmal nachlesen möchte, der klickt bitte HIER!

You insteadYOU INSTEAD
Von David Mackenzie liefen mit YOU INSTEAD und PERFECT SENSE gleich zwei Filme auf dem EFM, leider habe ich es nur in YOU INSTEAD geschafft, denn der war wirklich eine sehr, sehr positive Überraschung. Ein Liebesfilm über zwei Frontmänner (also ein Frontmann und eine Frontfrau um genau zu sein) zweier Bands, die sich auf einem Festival kennenlernen und jeweils die Headliner des Tages sind. Der komplette Film spielt auf einem Musikfestival, an einem Wochenende, und bringt so gut wie kaum ein anderer Film zuvor das Festivalfeeling perfekt rüber. Man weiß schon nach 10 Minuten, dass man hier in einem echt tollen Film gelandet ist und wird auch in keinster Weise nur einen Moment enttäuscht. Ich hoffe auf eine baldige Blu-ray Veröffentlichung, egal in welchem Land. In diese Festivalwelt tauche ich gerne noch einmal ein.

Grave encountersGRAVE ENCOUNTERS
BLAIR WITCH PROJECT bzw. PARANORMAL ACTIVITY die 400.ste. Eigentlich immer wieder ein nettes Konzept: Man schließt ein paar Jugendliche, bewaffnet mit Kameras, in ein Haunted-House ein. Damit die Sache funktioniert, benötigt man aber ein gutes Timing, Gespür, ein Drehbuch (oder zumindest einen Ansatz davon) und einen fähigen Regisseur. GRAVE ENCOUNTERS kann leider gar nichts davon vorweisen und ich bin rausgegangen, bevor ich entweder aus Wut vor diesem dilletantischen Film das Kino zertrümmert hätte oder blind geworden wäre, weil ich mir die Augen herausgepult hätte, um das nicht mehr sehen zu müssen. War wohl die bessere Wahl, im Nachhinein gesehen.

The callerTHE CALLER
Schönes Setdesign, guter Look und trotzdem leider nicht mehr als guter Durchschnitt. Ein Frau bekommt plötzlich mysteriöse Anrufe von einer wütenden, alten Dame. Die Sache spitzt sich zu, es verschwimmt immer mehr Realität mit Schein, Gegenwart mit Vergangenheit. Die Idee ist gut, leider spielen sich 60% des Filmes wirklich vor dem Telefon ab, was zwar spannend, aber nicht förderlich für einen ordentlichen Thrill ist. Kann man sich gut ansehen, hängen bleiben wird aber letztendlich nicht wirklich etwas.

TerriTERRI
Ein schwieriger Film, ein langsamer Film. Aber ein empfehlenswerter Film. Ein wirklich gutes, teilweise auch etwas kontroverses Coming-Of-Age-Drama um einen fetten Jungen, der der Vollidiot und Krawallmacher der Klasse ist. Wirklich sehr ruhig und mit Können inszeniert. Man muss TERRI Zeit geben, wird dann aber mit einem sehr schönen Film belohnt, über den man auch ein paar Tage später noch gerne nachdenkt.

Juan of the deadJUAN OF THE DEAD
Es lief nur ein etwa 30minütiges Promo, der Film ist noch nicht fertig. Aber was man zu sehen bekam, war leicht ernüchternd. Ein paar gute Ideen, eine nette Komödie. Aber von SHAUN OF THE DEAD ebenso weit entfernt wie eine Tasse Kaffee von einer Nase Speed. Wird sicherlich am Ende eine nette Zombedy, die man aber auch gerne verpassen kann wenn man keine Zeit hat.

MY GRANPA THE BANKROBBER
Eine kleine, herzerwärmende Komödie aus Holland über -der Titel verrät es schon- einen Großvater, der sich als Bankräuber versucht. Der große Wurf gelingt MY GRANPA THE BANKROBBER sicherlich nicht, aber auf den zigtausend Filmfestivals dieser Welt ist der Film sicher platziert als Perle im Programm. Falls man die Chance bekommt, ihn mal zu sehen, kann man das bedenkenlos tun. Tut nicht weh, tut gut und man verlässt aber den Kinosaal als zufriedener Mensch.

VampireVAMPIRE
Shunji Iwai, der Mann der uns APRIL STORY, SWALLOWTAIL BUTTERFLY und und und gebracht hat. Ein wahrer Könner, ein Meister seines Fachs. Und nun schafft es es mit VAMPIRE, seinem US-Debüt als Regisseur, so gnadenlos zu enttäuschen. Kevin Zeger, Amanda Plummer und Rachael Leigh Cook waren sicherlich auch mal ganz, ganz große Fans von Iwai, bevor sie in VAMPIRE mitgespielt haben. Spätestens nach einer guten halben Stunde denkt man sich „what the fuck?“, doch das leider nicht im positiven Sinne. Und es wird nicht besser. Absolut wirr der Film, kein großartiger Handlungsfaden zu erkennen, die Schauspieler torkeln genauso durch die Straßen wie die Kamera und leider gibt es keinen einzigen dieser tollen Momente, die den Regisseur über die letzten beiden Dekaden ausgezeichnet haben. Irgendetwas lief schief bei dem Dreh, oder davor. Aber davon eine Menge. Immerhin beinhaltet VAMPIRE die Skandalszene der diesjährigen Berlinale, doch viel mehr ist leider nicht geblieben.

Phase 7PHASE 7
Das ist sie, die Entdeckung! Ein absolut versiert inszenierter Low-Budget-Endzeit-Thriller, der sich anfühlt, als hätte ihn John Carpenter in den guten, alten 80er Jahren gedreht. Ein Virus löscht die gesamte Menschheit aus. Nur ein paar Bewohner eines mehrstöckigen Hauses kesseln sich ein, verbarrikadieren sich in ihren Wohnungen und legen sich davor noch genug Vorräte an. Leider gehen auch diese irgendwann zu Neige und die Bewohner beginnen immer aggresiver zu werden und auch schon bald die Gewehre auszupacken, um für das eigene Überleben zu kämpfen. Tolle Grundidee, mit etwas abstrusem Alex De La Iglesia–Humor versehen, und einer gehörigen Portion Angst und Schrecken. Ich war rundum zufrieden und bin auf den nächsten Film des Regisseurs gespannt!

Dont be afraid of the darkDON’T BE AFRAID OF THE DARK
Guillermo Del Toro hat diese wirklich spaßige, creepige, spannende und unterhaltsame Achterbahnfahrt produziert. Und das merkt man in jeder Sekunde. Das alte Haus, der verwunschene Garten … das alles kennt man von Del Toro aus DAS WAISENHAUS oder PAN’S LABYRINTH. Und trotzdem hat DON’T BE AFRAID OF THE DARK so viel altes, neues zu bieten. Die Spannungskurve nimmt immer mehr zu, fiese kleine Gremlin-Monster haben sich im Keller des Hauses eingenistet, das Guy Pearce und Katie Holmes mit ihrer jungen Tochter beziehen. Schon bald kommen die kleinen Monster aus dem Gewölbeofen hervor und versuchen, das kleine Mädchen in ihr Verließ zu locken. Der Film mag einige Längen haben, gerade im letzten Drittel wiederholen sich einige Handlungsstränge immer wieder, die Logik sollte man aufgeben, aber trotzdem hat man jede Sekunde gruselige Unterhaltung und einige wirklich schöne Szenen. Volle Punktzahl, einer der Knaller des EFM!

Attack the blockATTACK THE BLOCK
Und hier, zu guter letzt, der Film überhaupt! ATTACK THE BLOCK nimmt sich keine Pausen, ist top geschrieben, unterhält ungemein, ist spannend und dazu sicherlich eine der Komödien überhaupt dieses Jahr. Im Dunstkreis von Edgar Wright entstanden (und auch das erkennt man sofort!) und mit Nick Frost als kultigen Drogendealer bestückt, handelt der Film von einer Handvoll schwarzer, halbstarker & kleinkrimmineller Jugendlicher, die es sich in einem Londoner Ghettoblock zur Aufgabe machen die Welt zu retten, indem sie attackierenden Aliens den Garaus machen. Der Film ist ein wahrer Rausch an Fun, stark und straight inszeniert und mit einer überhippen Coolness gesegnet. ATTACK THE BLOCK schreit nach Kult und wirkt jederzeit wie ARAC ATTACK oder MARS ATTACKS auf Ghetto. Ich habe ihn zweimal gesehen und das war sicherlich nicht das letzte Mal.

Und ansonsten? Habe ich noch viel mehr gesehen, bin aber dort fast überall rausgegangen. Diese andere Hälfte der Filme, die ich Marathonartig in knapp zehn Tagen gesehen habe, erspare ich den lieben Lesern dieser Zeilen. Die Essenz und die wichtigsten Filme sind sowieso hier abgefrühstückt. Danke, ich geh jetzt raus.

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Autor:
Manuel Ewald



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