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Drive Angry: Kritik

Drive Angry

Regie: Patrick Lussier
Darsteller: Nicolas Cage, Amber Heard, William Fichtner
USA/2011; Start: 24.02.2011

John Milton ist der Hölle entflohen und wandelt nun unverwundbar auf Erden, um das Baby seiner ermordeten Tochter aus den Händen des Satanisten Jonah King zu entreißen. Der will es mit seiner Sekte an Vollmond dem Teufel opfern, um damit das Tor zur ewigen Apokalypse aufzustoßen. Kellnerin Piper jagt ihn mit Milton, dicht an ihren Fersen der Buchhalter, des Teufels rechte Hand.

Ich habe die Zukunft des Trash gesehen und ihr Name lautet: Nicolas Cage. Damit löst der letzte Rempelritter wohl endgültig John Travolta (BATTLEFIELD EARTH) als Hollywoods King of Camp ab – in einer durchgeknallten Pulp-Oper sondergleichen, die zwei Cage-Vehikel, GHOST RIDER und GONE IN 60 SECONDS, zu einem wüsten Comic-Krampf der derben Sorte vereint. Und alles in 3D.

Deshalb geht der trivial-vulgäre Unfug auch trotz manchem Leerlauf als gaga gepimpter Party-Spaß durch, bei dem Asphalt-Cowboy Cage das Gaspedal bei Boliden, Splatter und Explosionen durchdrückt. Kann man bei 50 Millionen Moppen auch erwarten. Gratis dazu gibt der Roadmovie-Revenge-Reißer alles, was Patrick Lussier (hat mit MY BLOODY VALENTINE schon wenig Sinn für Niveau bewiesen), offenbar nach Genuss von Werken wie CRANK, eben lustig findet: Titten-Bimbos, Rammelfilm-Gags, pseudocoole Western-Posen, peinliche Oneliner.

Drive angryBeim Anwärter auf die hirnlosesten Dialoge des Jahres darf jeder in unterschiedlicher Intensität chargieren. Vor allem Charakterkopf William Fichtner im Hugo-Boss-Dress auf Christopher Walkens Spuren in GOD’S ARMY. Und Cage, schwarze Jeans, Sonnenbrille und lange Haare sowieso. Sein Name – John Milton, wie der Verfasser der legendären britischen Vers-Dämonie „Paradise Lost“ – ist mit Abstand die anspruchsvollste Pointe in dem wilden Gelage, das zwar Laune macht, Tarantino und Rodriguez aber meilenweit verfehlt.

Cage, pendelnd zwischen rachelüsternem PUNISHER und melancholischem HELLBOY, verliert schon mal ein Auge, darf aber noch mehr austeilen, weshalb seinen Weg zum pyrotechnischen Krawall-Finale ausreichend Leichen pflastern, um das labil zwischen Ernst, Ironie und Absurdität schwankende Spektakel zu rocken. Dieser mit eingängigen E-Gitarrenriffs gesäumte Ritt mit dem Teufel ist völlig übersteuerte, manische R-Rated-Idiotie. Nicht mehr, nicht weniger.



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5 Antworten zu “Drive Angry: Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    „Inzwischen aber ist er bei so weit, dass seine Rübe automatisch “oh je, das wird mal eher nix” bedeutet.“
    So so. Dann hast Du alter Meckerkopp wohl noch nie etwas von einem KICK ASS respektive BAD LIEUTENANT: PORT OF CALL … gehört.

  2. Martin Beck sagt:

    Ja, so blöd wie TRANSFORMERS ist DRIVE ANGRY nicht. Ach wie schön, dass es immer *nochmal* behämmerter geht.

    Und Nicolas Cage ganze Karriere besteht aus Verachtung – wechselweise gegenüber seinem Geldbeutel oder seinem Publikum. Inzwischen aber ist er bei so weit, dass seine Rübe automatisch „oh je, das wird mal eher nix“ bedeutet.

  3. Günter M. sagt:

    Ist wohl Ansichtssache. Bei mir z. B. hat „Transformers“ sämtliche Grenzen der Blödheit nicht nur überschritten, sondern zuvor auch noch zerschmettert und angepisst. Davon ist „Drive Angry“ meilenweit entfernt. Außerdem ist mir der Film sehr sympathisch, der trifft einfach den richtigen Ton, so dass ich ihm beim besten Willen nicht böse sein kann. Und Nic Cage bekommt für seine karriereverachtend mutige und/oder haarsträubend bescheuerte Rollenwahl von mir sowieso Standing Ovations.

  4. Martin Beck sagt:

    Ich könnte jetzt schwören, der überschreitet diejenige Grenze, hinter der Blödheit einfach nur noch Blödheit ist.

  5. Günter M. sagt:

    „Durchgeknallte Pulp-Oper?“ Definitiv. „Trivial-vulgärer Unfug?“ Aber ja. „Gaga gepimpter Party-Spaß?“ Sowas von. Jawoll, das Teil macht irre Spass! Nic Cage scheint’s auch genossen zu haben, kein Wunder, mit Frau Heard an seiner Seite. Und Patrick Lussier mag ein niveauloser Regisseur sein, aber er versteht es blendend, 3D in Szene zu setzen. Ein Talent, das es zu fördern gilt. Also ab ins Kino!

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Autor:
Thorsten Krüger



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