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Dream Home: BD-/DVD-Kritik

Dream homeRegie: Pang Ho-Cheung
Darsteller: Josie Ho, Eason Chan, Derek Tsang
HK/2010; Start: 25.3.2011

Cheng Lai-Sheung (Josie Ho) ist geradezu besessen davon, eines Tages in dem schicken Appartementgebäude an der No. 1 Victoria Bay zu wohnen. Um sich diesen Herzenswunsch zu erfüllen, schuftet sie hart und verzichtet auf nahezu sämtliche Vergnügungen. Eine Affäre mit einem verheirateten Geschäftsmann (Eason Chan) ist die einzige Abwechslung von ihrem tristen Alltag. Doch die gelegentlichen Treffen in einem Stundenhotel strotzen nicht gerade vor romantischer Zweisamkeit. Selbst mit zwei Vollzeitjobs muss Cheng schließlich einsehen, dass sich ihr Traum vom Eigenheim wegen der ständig steigenden Hongkonger Immobilienpreise nie erfüllen wird. Und diese Erkenntnis treibt die verzweifelte Frau dazu, den Wert des Appartements auf äußerst drastische Art und Weise zu senken.

Handwerklich und technisch auf absolut hohem Niveau, beschwört Pang Ho-Cheungs (MEN SUDDENLY IN BLACK, ISABELLA, EXODUS) Abstecher ins Slasher-Genre eine längst vergangene Ära herauf, als die Filmindustrie der ehemaligen britischen Kronkolonie Werke wie THE UNTOLD STORY oder EBOLA SYNDROME hervorbrachte. So gehört auch DREAM HOME zu dem Kreis der Produktionen, die schon allein durch ihre CATIII-Freigabe ein Leuchten in die Augen der Gorebauern zaubern. Und es waren sogar Kürzungen notwendig, damit Pangs Film überhaupt das berüchtigte Rating ergatterte. In seiner unzensierten Form lässt DREAM HOME manch derbe Schlachtplatte aus Frankreich alt aussehen. Ein paar der kreativ inszenierten Morde lassen zwar auch schwarzen Humor erkennen, doch größtenteils macht die unverfrorene Rohheit und kompromisslose Härte dieser Szenen den Betrachter sprachlos. Das qualvolle Ableben eines Wachmanns gleich zu Beginn des Films oder der Tod einer Schwangeren dürften dabei selbst abgebrühten Zuschauern auf den Magen schlagen.

Dream HomeUm die Vorfreude der auf Guts & Gore kalibrierten Zeitgenossen aber zu dämpfen: Weder hat DREAM HOME die FSK-Prüfung unbeschadet überstanden, noch liefert Regisseur Pang ein geradliniges, leicht konsumierbares Splatterspektakel ab. Denn wenn die von Josie Ho (HOUSE OF FURY, EXILED) überzeugend dargestellte Protagonistin Bewohnern des am Hafen gelegenen Appartementgebäudes den Garaus macht, unterbrechen immer wieder längere Rückblenden das bluttriefende Geschehen. Dann präsentiert Pang Momente aus Chengs bisherigem Leben, wodurch sich dem Zuschauer allmählich die Hintergründe für den Amoklauf der frustrierten Frau erschließen. Gleichwohl stehen diese ständigen Sprünge zurück in die Vergangenheit der Täterin im krassen Gegensatz zu der ausführlich zelebrierten Gewaltorgie. Die Aufmerksamkeit derjenigen Zuschauer, die sich den Film lediglich der drastischen Effekte wegen ansehen, wird durch diese Drama-orientierten Flashbacks arg strapaziert.

Dream HomeDie unverhohlene Kritik an der Hongkonger Wohnungsmarktsituation und den astronomisch hohen Immobilienpreisen mag ambitioniert sein, doch ob ein perfider Slasher-Film der geeignete Rahmen ist, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, sei einmal dahingestellt. Letztendlich bleibt einem DREAM HOME wegen seiner extremen Brutalität in Erinnerung und nicht etwa aufgrund seiner sozialkritischen Botschaft, die in dem Meer von Kunstblut ohnehin hoffnungslos untergeht. Ferner informiert eine Texteinblendung zum Auftakt den Zuschauer, dass das Gezeigte auf tatsächlichen Begebenheiten beruht. Darüber, inwieweit diese Behauptung der Wahrheit entspricht, kann nur spekuliert werden…

Die DVD & Blu-Ray:
Die Synchro ist okay, Bonusmaterial fehlt und…der Film ist halt um ca. 4 Minuten geschnitten. Insofern sollte man entweder auf die ungeschnittene Ösi-Fassung warten (die so sicher kommt wie das Amen in der Kirche) oder auf die am 28.3. erscheinende GB-Fassung ausweichen – die wohl uncut ist, aber nur auf DVD erscheinen wird. (Bestellen bei Amazon.co.uk)




6 Antworten zu “Dream Home: BD-/DVD-Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    Die bauen diese Cover doch schon seit Jahren zusammen. Wobei meistens die Motive per se ganz cool aussehen (siehe GONG TAU), diese aber halt weiß ich woher stammen. Dennoch, das Ho’sche Leichenräkelposter hängte ich mir direkt ins Wohnzimmer. Das fetzt nämlich ziemlich. Film ist sowieso einwandfrei, mit Wongs Stimme und auch ohne.

  2. Martin Beck sagt:

    @jenny: Aber Sammi Cheng hat eine Wahnsinnsstimme und war in „Needing you“. Miriam Yeung dagegen kann überhaupt nicht singen und war in „Love undercover“.

    Zum Artwork: Dann wäre es letztendlich auch okay, über einen schraddeligen Indie-Heuler ein Bild von Bruce Willis zu kleben. Seine Glatze passt nun mal so schön zur Tapete.

    Ich kann sowas nicht nachvollziehen, gerade weil es doch tolle Alternativen gibt…

  3. Chris Peller sagt:

    Nein, das Cover zeigt keine Filmszene. Soetwas nennt man wohl „kreatives Fotoshooting“. Ich finde das Motiv ebenfalls scheußlich. Das von Martin angesprochene Artwork wäre jedenfalls eine um Lichtjahre bessere Wahl gewesen. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

    Anthony Wong als Taxifahrer? Hmmmm…. das könnte ich jetzt weder 100 %ig bestätigen noch vollkommen ausschließen… Aber stimmt schon, er wird des Öfteren als Castmitglied gelistet…

  4. jenny sagt:

    Die Szene kommt im Film nicht vor, soweit ich mich erinnere. ;) Die HK-Poster sind insgesamt besser.

    Anthony Wong wurde im Vorfeld der Produktion als Castmitglied genannt, tauchte danach aber seltsamerweise nicht mehr in den Berichten auf. Die Stimme kommt mir jedenfalls extrem bekannt vor und vielleicht ist das so ein kleiner Cameo wie in Isabella vom selben Regisseur.

    Miriam Yeung ist für mich so etwas wie die erträgliche Version von Sammi Cheng und ich seh sie ganz gern.

  5. Martin Beck sagt:

    „Love in a puff“ fand ich öööööde. Und Miriam Yeung ist darin gut, aber trotzdem überhaupt nicht mein Fall. Ihre früheren Verbrechen in Sachen Musik UND Film kann ich einfach nicht vergessen:-)

    Anthony Wong wird zumindest bei der Kritik von LoveHKFilm nicht aufgeführt – und die müssten es eigentlich wissen.

    Äh, ich kenne den Film noch nicht: kommt denn die Szene des Covers überhaupt im Film vor?? Schaut gruselig aus, definitiv – und dabei gibts doch ein grandioses Poster (ich glaube vom GB-Kinostart), auf dem sich Josie Ho zwischen all den Leichen räkelt…

  6. jenny sagt:

    Bilde ich mir das ein oder ist der Taxifahrer, der Josie Ho zu diesem wichtigen Termin fährt, zu dem sie zu spät kommt, Anthony Wong? Sein Gesicht sieht man nie, aber die Stimme klingt verdächtig.

    Wie dem auch sei, Love in a Puff ist der bessere Pang aus dem letzten Jahr, aber Dream Home hat dieses furchtbare deutsche Cover trotzdem nicht verdient.

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Autor:
Chris Peller



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