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Die Meute: DVD-/BD-Kritik

Die MeuteRegie: Franck Richard
Darsteller: Yolande Moreau, Emilie Dequenne, Benjamin Biolay
F,B/2010; Start (DVD & BD): 5.5.2011 (Verleih), 16.6.2011 (Verkauf)

Eine wahnsinnige Familie, Käfige und herber Blutverlust: Für Charlotte (Emilie Dequenne) sieht es nicht allzu gut aus.

Als DIE MEUTE letzte Jahr das Fantasy Filmfest eröffnete, war ich erstmal nur froh, keine weitere Schlaftablette à la CARRIERS vor mir zu haben. Die Geschichte ist zwar kaum mehr als ein zusammengewürfelter Genreeintopf, doch was solls: Eine zünftige TEXAS CHAINSAW MASSACRE-Sause mit Zombies und einer Prise „torture porn“ kann einfach nicht völlig in die Binsen gehen.

Was der Film auch nicht tut, vor allem in der ersten Hälfte, als mit Charlotte eine herrlich kantige Hauptdarstellerin eingeführt wird, eine assige Rockerbande herumpöbelt und ein alternder Cop mit „I fuck on the first date“ T-Shirt aufläuft. DIE MEUTE beweist einen durchaus gelungenen Sinn für Humor, der natürlich auch Yolande Moreau als resolute Mama der wahnsinnigen Familie einschließt, und erzeugt so frischen Wind im ausgelatschten Backwoods-Wald.

Überhaupt die Besetzung: Da tummeln sich etliche respektable Schauspielgrößen, die mal wieder beweisen, dass Genrefilme in Frankreich einen angenehm hohen Stellenwert haben. Yolande Moreau hat einen César zu Hause, Emilie Dequenne wurde in Cannes ausgezeichnet und Philippe Nahon (HIGH TENSION) und Benjamin Biolay (STELLA) sind ebenfalls fähige Mimen. DIE MEUTE – ein verkappter Schauspielerfilm?

Die Meute

Nun ja, durchaus – sofern man denn gewillt ist, sich voll und ganz auf die Charaktere zu konzentrieren und das in der zweiten Hälfte stark abbauende Geschehen gleichzeitig auszublenden. Die spannende Figur der Charlotte wird nämlich schon bald kalt gestellt, die Zombie-Chose lädt eher zu unfreiwilligen Lachern als echtem Grusel ein und am Ende dann mündet die Summe der holprigen Teile in ein wenig spektakuläres Finale.

Man wird bei DIE MEUTE das Gefühl nicht los, einem halbfertigen Drehbuch beizuwohnen, bei dem die durchaus interessanten Versatzstücke noch mindestens eine weitere Runde Politur hätten vertragen können. In der dann z.B. das Ende mehr Bumms bekommen, man sich ein, zwei Kniffs für den praktisch nicht vorhandenen Spannungsbogen überlegt und generell der zweiten Hälfte ein klares Ziel gegeben hätte – und seien es nur ein paar extra Töne auf der Gewaltorgel.

Die MeuteDas was man hier eigentlich erwarten würde, ist nämlich nur in gemäßigtem Umfang vertreten. Okay, mal ein Nagel durch die Stirn oder ein abgerissener Arm sind möglich, doch ansonsten bleibt das ganz große Gematsche aus. DIE MEUTE passt nur am Rande zu der aktuellen Frankreich-Meute à la FRONTIER(S), was die Filmbörsen-Fraktion natürlich enttäuschen wird, doch ansonsten eher von Vorteil ist. Beileibe kein perfekter Film, nein, aber sehenswert ist diese schräge Fußnote zum Thema Unterholz auf jeden Fall.

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
Die Synchro lässt etwas zu wünschen übrig, und das Making Of ist auch nicht unbedingt bahnbrechend, doch ansonsten passt’s. Bitte beachten: Die Verleih-Version ist uncut, in der 18er Fassung fehlt ein bisschen was!




2 Antworten zu “Die Meute: DVD-/BD-Kritik”

  1. Martin Beck sagt:

    Ja, das fand ich auch komisch: tolle Monster, die nüscht können. Wo doch der Regisseur sogar sagt, dass DIE MEUTE ein „Monsterfilm“ sei!?

  2. Yolande Moreau ist definitiv das Highlight des Films. Die Monster sehen zwar saugut aus, als hätte man sie dem blinden Monster aus PANS LABYRINTH nachempfunden, aber sie bleiben so passiv und dümmlich, wie Welpen, die sich in einen Schuh verbeißen.

    Da wäre mehr drin gewesen.

    Aber die Backwood-Mutti is eiskalt – die rockt! :)

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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