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Der Plan: Kritik

Der PlanRegie: George Nolfi
Darsteller: Emily Blunt, Matt Damon, Terence Stamp
USA2011; Start: 10.3.2011

Nach einer Wahlniederlage begegnet der New Yorker Jungpolitiker David der Balletttänzerin Elise – es ist Liebe auf den ersten Blick. Gleichwohl vereiteln mysteriöse Anzugträger, die David auf frischer Tat ertappt, dass sie sich wieder treffen. Die Männer beeinflussen das Schicksal jedes Menschen und für David beginnt ein jahrelanger einsamer Kampf, aus diesem festgelegten Plan auszubrechen und Elise zu erobern.

Wenn Kultautor Philip K. Dick über den freien Willen, Vorbestimmung und Gott nachdenkt, erfindet er ein kafkaeskes, überirdisches Amt, das unser Schicksal lenkt. Leider ist das Ergebnis nicht halb so spannend, wie sich das liest. Daraus erwächst keine Gilliamsche Groteske à la BRAZIL oder eine stylishe MATRIX-Vision. Schon eher ähnelt die metaphysische Fabel einer Fantasie wie IRRTUM IM JENSEITS, wo David Niven einst von einer bizarren Himmelsbürokratie halluzinierte.

Die mit „Jason Bourne“ Matt Damon und Emily Blunt (DER TEUFEL TRÄGT PRADA) eher mäßig besetze Adaption einer Dickschen Shortstory von 1954 fällt aus dem Raster, ohne davon zu profitieren. Keine Science Fiction, fast keine Effekte, wenig Action, ein bieder-seriöser Look, konventionell von Scripter George Nolfi (DAS BOURNE ULTIMATUM/OCEAN’S TWELVE) umgesetzt. Ein paranoider Romantikthriller, ganz ohne Pep.

Das liegt vor allem daran, dass die Lovestory keine Funken schlägt, denn Damons Figur ist ein langweiliger Jedermann, dessen Wahlkampfauftritte die Füße einschlafen lassen. Die Flirts mit Blunt sind nett, aber emotionale Nähe oder gar Seelenverwandtschaft bleiben bloße Behauptungen. Sonderliche Empathie für das Paar will sich nicht einstellen.

Der Plan

Dafür entspinnt sich ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen David und den jenseitigen Schlapphutträgern, was sich altmodisch und mit allen Tricks ausgefochten mehr wie die OCEAN-Gaunereien ausnimmt, als handfeste BOURNE-Spannung entwickelt. Dicks psychotische Behörden-Manie samt ihrer dubiosen Konspiration erzeugt einen überaus umständlich agierenden Apparat – sehr zu Lasten jedweder Glaubwürdigkeit.

Übrig bleibt Kopfkino mit anregenden abstrakten Diskursen: Zwei Weltbilder – Zufall und Schicksal – ringen miteinander um die Vorherrschaft. Wie kann in diesem Spannungsfeld der freie Wille gegen die unbarmherzige Mechanik der Vorbestimmung bestehen? Es ist ein perfides technokratisches System der Unmenschlichkeit, mit dem die Welt zum Positiven verändert werden soll. Hier überträgt sich Dicks tief sitzendes Misstrauen geheimen Behörden gegenüber auf diese unvorteilhaft gezeichnete Gottesorganisation – wie eine böse philosophische Pointe.



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Autor:
Thorsten Krüger



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