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Der letzte Tempelritter: Kritik

Der letzte TempelritterRegie: Dominic Sena
Darsteller: Nicolas Cage, Ron Perlman, Claire Foy
USA/2011; Start: 24.3.2011

Im 14. Jahrhundert bekommen ein desertierter Kreuzfahrer (Nicolas Cage) und sein treuer Kumpan (Ron Perlman) den Auftrag, eine Frau zu einem Kloster zu begleiten, die eventuell eine Hexe mit einem guten Draht zur aktuell grassierenden Pestepidemie sein könnte.

DER LETZTE TEMPELRITTER ist ein medium budgetierter Abenteuerfilm, der nicht ganz ohne Grund zuerst verschoben und dann Anfang des Jahres notverklappt wurde. Regisseur Dominic Sena (NUR NOCH 60 SEKUNDEN) begnügt sich mit einer Anhäufung bekannter Mittelalter-Klischees, die zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erwecken, irgendwelche überraschenden Haken schlagen zu wollen. Wir bekommen hier zottelige Fettbacken, eine morsche Brücke, menschenfressende Wölfe und epische Schlachten mit schlechten CGI-Effekten. Das 14. Jahrhundert: Es könnte auch der Nachbar mit dem Pudel sein.

Im Vergleich zu BLACK DEATH, einem weiteren pestlichen Mittelalteranlauf, wird hier bereits in der ersten Szene klar gemacht, dass Fantasy kein Frage-, sondern ein Ausrufezeichen bekommt. Statt spannungsfördernder Umgewissheit stehen Kotzschwälle und übernatürliche Sprünge auf dem Programm, was dann auch noch so ernsthaft abläuft, dass der Ofen unfreiwilliger Komik des öfteren mächtig einheizt. Die Chance von DER LETZTE TEMPELRITTER wäre eine Prise Humor gewesen, weil das Geschehen ja schon reichlich abstrus ist, doch dazu bräuchte man halt einen Regisseur, der so etwas überhaupt erkennt und umsetzen möchte.

Der letzte TempelritterPassend zum Ambiente ist auch Nicolas Cage im „voll ernst“-Modus, wodurch der Unterhaltungswert leider kaum erhöht wird. Der Mann ist hier zunächst einmal Scheckempfänger, was aber letztendlich doch wieder zu Unterhaltung führt, weil nämlich der versteinerte Kontrast zu den vor allem am Ende ziemlich haasträubenden CGI-Auswüchsen eine fröhliche Ladung Heiterkeit erzeugen kann. DER LETZTE TEMPELRITTER ist genauso kurios wie Mittelmaß und buhlt mit mäßig rauchendem Spektakel, das aber immerhin nicht langweilig wird. Ein unambitionierter, nicht allzu aufgeregter Film. DER HEXENJÄGER kann getrost weiterpennen.

Im direkten Vergleich mit DER HEXENJÄGER fällt übrigens auf, dass der Anfang sehr ähnlich ist. Man muss dem Mittelalter seinen Schrecken zurückgeben, sonst bleiben nur erstaunlich ranzige CGI-Effekte und ein bisschen Horrorschau, die am Ende sogar ARMEE DER FINSTERNIS-Klimbim zulässt. Computer und Pest sind zwei ungemütliche Bettnachbarn, die eigentlich nur dann kuscheln, wenn die Effekte sehr gut sind oder die Stimmung mindestens Ironie zulässt. Beides ist hier nicht der Fall, so dass DER LETZTE TEMPELRITTER gleich selbst mit ernsthafter Miene daherkommt. So RICHTIG probiert hat man’s hier leider nicht.



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3 Antworten zu “Der letzte Tempelritter: Kritik”

  1. Martin Beck sagt:

    Ich musste kurzfristig wiederbelebt werden – auch wegen dem letzten Satz.

  2. Günter M. sagt:

    Sehr schönes, authentisches, und bis in kleinste Details akribisch umgesetztes Abenteuerkino mit wuchtigen Schauwerten, perfekten Spannungsmomenten und wohltuend realistischer Charakterzeichnung, von Cage und Perlman gewohnt subtil vorgetragen. Alleine die unvergessliche Sequenz, in der Steiermarks atemberaubende Küstenlandschaft (immer schon ein Blickfang für Touristen) eingefangen wurde, ist mit Worten kaum zu beschreiben. So und nicht anders muss zeitgemäßes Hollywoodkino aussehen.

    Gut, ich habe etwas geflunkert. Etwas viel. Amüsiert habe ich mich trotzdem.

  3. Günter M. sagt:

    „Wir brauchen mehr Weihwasser!“ Ich hab Tränen gelacht, als ich den Satz das erste Mal im Trailer gehört habe. Ne, ist sicher Topfen mit schimmligem Quatsch oben drauf, aber ich muss den einfach sehen!

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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