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Der gefährlichste Mann der Welt: DVD-Kritik

Der gefährlichste Mann der WeltRegie: J. Lee Thompson
Darsteller: Gregory Peck, Anne Heywood, Arthur Hill
GB/1969; Start: 29.4.2011 (DVD)

Der amerikanische Wissenschaftler John Hathaway soll im Auftrag des US-Präsidenten nach China, um dort die Formel eines revolutionären Enzyms aus den Händen der Chinesen zu stehlen. Das Enzym ermöglicht den Anbau von Nahrungsmitten in unwirtlichen Gegenden, zu allen Jahreszeiten und Bedingungen. Die Mission stellt sich als schwieriger heraus als geplant und der Wissenschaftler gerät in Bedrängnis durch die Rote Armee. Nur Hathaways Auftraggeber wissen, dass der in Hathaways Kopf implantierte Sprach-Transmitter gleichzeitig eine Bombe ist, mit der der Agent jederzeit ausgeschaltet werden kann…

Die allererste Frage, die man sich bei der typischen Agentenfilm-Flugzeugszene zu Beginn des Films stellt ist: Warum verdammt noch mal hat Gregory Peck nie James Bond gespielt? Peck vereint in der Figur des smarten Wissenschaftlers John Hathaway eine unschlagbare Mischung aus weicher Moral und misogyner Coolness. Von der amerikanischen Regierung wünscht er sich: „Treat me gently. I’m a little more sensitive than I used to be“, da seine Frau bei einem Unfall durch sein Verschulden ums Leben kam. Kurze Zeit später schreibt er seiner Geliebten Kay mit dem fantastischen Lidstrich ein Fax aus China: „Having fun. Wish you were her.“ Einer chinesischen Wissenschaftlerin gesteht er zu ihrer Arbeit: „I thought it was brilliant – for a woman“.

Der gefährlichste Mann der WeltDurch den Unfalltod seiner Frau weigert sich der Wissenschaftler, je wieder bei einem Auftrag einen Menschen zu töten, da ihm jedes Leben wertvoll erscheint. Seine ethischen Vorstellungen offenbart er dann vollends bei einer Diskussion mit dem chinesischen „Chairman“ Mao Tse-Tung: Die Wissenschaft ist international und deren Ergebnisse gehören keinem Staat, sondern dienen dem Fortschritt und Wohle des einzelnen und der Gesellschaft. Hathaway verurteilt die möglichen Folgen des Enzyms, die Erpressung von Dritte-Welt-Ländern und utopische Preistreibung. Der Film nimmt damit eine sozialkritische Position ein und hinterfragt den kapitalistischen Einsatz von wissenschaftlichen Errungenschaften. Was dem Agenten einen verächtlichen Kommentar von Mao einbringt: „You’re a relict of a past that never existed“.

Auch in die sensiblen Beziehungen zwischen den USA, Russland und China zur Zeit des Kalten Krieges bekommt man Einblick. Besonders krass ist die Darstellung der autoritären, sozialistischen Volksrepublik China mit hysterischen Menschenmassen, der unreflektiert-gehorsamen Roten Armee und der absoluten Indoktrination. Zwei Kulturen prallen hier hart aufeinander – doch am Ende des Films stellt sich die Frage, ob sich die USA und China wirklich so extrem voneinander unterscheiden.

Der gefährlichste Mann der WeltRichtig in Fahrt kommt der Film im letzten Drittel, als klar wird, dass seine Auftraggeber Hathaway jederzeit außer Gefecht setzen können um ihr Land zu schützen. „The good doctor is an idealist. When his head blows off he’s going to scream ‚Un-American‘“. Hathaway ahnt nichts von der Gefahr in seinem Kopf und als Zuschauer fiebert man über einer überdimensionalen Stoppuhr mit einem 33sekündigen Countdown eifrig mit und bangt im spannenden Finale um sein Leben.

DER GEFÄHRLICHSTE MANN DER WELT ist ein solider Agententhriller mit einer entsprechenden Portion Suspense, leicht bekleideten Frauen, Sozialkritik und schwarzem Humor. Nicht nur dann sehenswert, wenn Gregory Peck seine dicke Nerd-Hornbrille aufsetzt.

Die DVD: (Bestellen bei Amazon)
Die Synchronisation der DVD ist in Ordnung, als Extras werden der englische Trailer, ein Mini-Film, alternative Szenen und eine Bildergalerie angeboten. Die alternativen Szenen sind in der deutschen DVD schon im Film integriert, der Mini-Film ist eine Kurzversion des Films mit geschnittenen Szenen. Lediglich der englische Trailer und vor allem die Bildergalerie sind absolut sehenswert.



Trailer

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Autor:
Filiz Schulz



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