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Der Biber: Kritik

Der BiberRegie: Jodie Foster
Darsteller: Mel Gibson, Jodie Foster, Anton Yelchin
USA/2011; Start: 19.5.2011

Walter Black (Mel Gibson) ist so depressiv, dass er sich eine Biber-Handpuppe überstreift und anfängt, mit ihr zu kommunizieren.

Während der gesamten Laufzeit von DER BIBER hämmert eine Frage gegen die Schädeldecke: Was muss in einem Produzenten vorgehen, damit er so einem Drehbuch grünes Licht gibt? Man windet sich förmlich im Kinosessel und muss immer wieder seinen Blick von der Leinwand nehmen. Da hat Mel Gibson Sex mit Jodie Foster, inklusive dieser Biber-Puppe!? So ein Film ist der dunkelste Alptraum jeder Marketing-Abteilung.

Das Ziel war wahrscheinlich Interesse über eine möglichst schräge Geschichte, die dann –Überraschung!- in großartige Schauspielleistungen und bewegende Dramatik mündet. Man gewinnt –trotz allem, und hat am nächsten Morgen DAS Gesprächsthema am Wasserspender. Doch doch, glaubt mir, ihr werdet am Ende Tränen in den Augen haben! Dieser Mel Gibson spielt einen Depressiven so gut, dass die nächste Oscar-Nominierung absolut sicher ist.

Es soll hier gar nicht um die privaten Entgleisungen des Hauptdarstellers gehen, denn das macht es dem Film nur noch schwerer als er es eh schon hat. Mel Gibson ist auf jeden Fall ein hervorragender Schauspieler, der diese extrem schwierige Rolle mit Bravour meistert und tatsächlich eine Oscar-Nominierung verdient hätte – wenn denn nur das Konzept von DER BIBER den Geduldsfaden nicht völlig überspannen würde.

Der BiberWie der katastrophale Flop des Films in Amerika beweist, möchte einfach niemand so einen völlig hanebüchenen Quatsch sehen. Die Idee von DER BIBER ist dermaßen weit draußen, dass man völlig verwirrt im Kinosessel sitzt und selbst der reisserische Haken des Abgleichs zwischen den Schlagzeilen und dem filmischen Zusammenbruch überhaupt nicht zieht. Soll hier wirklich Sympathie für einen kranken Spinner mit Handpuppe entfacht werden?

Die Antwort lautet auf jeden Fall „ja“, weil kein Funken Ironie das Geschehen durchzieht und gegen Ende sogar düstere Töne angeschlagen werden. All das ist tatsächlich sehr mutig und spricht auf jeden Fall für Jodie Foster, die sich der Herausforderung des Drehbuchs erfolgreich stellt…und dennoch mit Pauken und Trompeten baden geht. Das in sich stimmige Gerüst, inklusive spannender Stimmungsschwan-
kungen zwischen humorvoll und bittersüß, hat keinen Boden unter den Füßen. Das Ende vom Lied ist die goldene Mitte zwischen ungewöhnlich und weltfremd.

Jodie Foster macht nicht unbedingt zum ersten Mal den Eindruck, als wolle sie sich vor allem dadurch beweisen, neben jeder Spur zu fahren. Das ging schon bei NELL völlig in die Binsen und hier tut es einem wirklich in der Seele weh, exakt das gleiche Urteil fällen zu müssen. Filme über Spinner sind ja sowas von in Mode, doch irgendwo verläuft einfach eine Grenze zwischen sympathisch-spinnert und creepy-spinnert. Wenn Jodie Foster meint, uns Mel Gibson mit der Handpuppe unter der Dusche zumuten zu müssen, dann wird diese Grenze eindeutig überschritten. DER BIBER macht eigentlich alles richtig und ist dennoch so verplant, dass man fast Schiss davor hat, von der freundlichen Kartenverkäuferin ein hämisches Grinsen mit auf den Weg zu bekommen.



Die offizielle Webseite

2 Antworten zu “Der Biber: Kritik”

  1. Martin Beck sagt:

    Der Film ist bereits Anfang Mai in Amerika gestartet. Am 20. Mai sollen nur noch weitere Kinos dazu kommen.

    Ich beziehe doch das Box Office Ergebnis nicht auf die Qualität des Films, sondern nur auf die Akzeptanz der Geschichte.

  2. Haili sagt:

    Welcher „katastrophale Flop des Films in Amerika“?!? Der Film läuft in den USA erst am 20. Mai an, kann also zum Zeitpunkt der Kritik dort noch gar nicht gefloppt sein… Ob Box-Office-Ergebnisse viel über die Qualität eines Films aussagen, ist ohnehin äußerst fragwürdig.

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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