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Der Adler der neunten Legion: Kritik

Regie: Kevin MacDonald
Darsteller: Channing Tatum, Jamie Bell, Donald Sutherland
GB/2010; Start: 03.03.2011

Anno 140 kursiert das Gerücht, der Adler der neunten Legion, die vor 20 Jahren spurlos verschwand, sei im Norden Britanniens gesichtet worden. Der rekonvaleszente Legionär Marcus (Channing Tatum) überquert auf eigene Faust den Hadrianswall, um die Kriegsbeute aus Feindeshand zu schlagen und die Ehre Roms sowie die seines damals verschollenen Vaters wieder herzustellen. Ihn begleitet der einheimische Sklave Esca (Jamie Bell), der ihm Treue schwor, aber begründeten Groll gegen die Römer hegt.

Die Legende der neunten Legion Roms, deren Schicksal Historiker bis heute nicht restlos klären konnten, ist die perfekte Steilvorlage für Drehbuchfantasien. Kurz nach Neil Marshalls knackigem Actionreißer CENTURION wagt nun der Schotte Kevin MacDonald (THE LAST KING OF SCOTLAND) eine ganz eigene Interpretation, der man seine Herkunft vom Dokumentarfilm wohltuend anmerkt. Ohne hektische Modernismen studiert er das Alltagsleben der römischen Besatzer auf dem Zenit ihrer Macht, die in der sinnlosen Eroberung Kaledoniens ihre ersten Risse erhalten hat.

Aus dem Jugendbuchklassiker von Rosemary Sutcliff hat MacDonald alles Kindliche eliminiert und nur die Motive für ein vergleichsweise authentisches Männerabenteuer übernommen, das sich differenziert mit imperialer Attitüde, subtil dem Leiden der Unterworfenen Völker und kritisch mit der tumben Glorifizierung von Ehre und militärischem Größenwahn auseinandersetzt. Leider nur halbherzig, denn spätestens im letzten Akt sind die Wilden keine edlen Indianer, sondern nur blutrünstige Barbaren, die mit überlegener Treue und Opferbereitschaft zu ihrem mickrigen Gott geschickt werden. Das trieft nur so vor ruhmreichem Helden-Pathos und erteilt allem wehrkraftzersetzenden Defätismus eine kräftige Lektion, dass man sich in einem Rekrutierungsvideo der US-Army wähnt.

Ein schaler Geschmack bleibt, weil sich MacDonald damit dem Niveau von KING ARTHUR annähert. Dennoch: Die Geschichte einer durch Treue erwachsenden Freundschaft über kulturelle Grenzen hinweg ist eine schöne Parabel auf Versöhnung und Verständigung, sie beleuchtet das Verhältnis von Herr und Sklave, Sieger und Besiegtem. Außerdem gelang MacDonald die Charakterstudie eines obsessiv nach seinem Vater und seiner Kindheit suchenden Mannes, dessen nationalistischer Idealismus ihm fanatische Züge gibt und keine Kompromisse kennen lässt. Es ist auch ein wenig die Conradsche Reise ins Herz der Finsternis, wo im Indianerland die schrecklichsten Alpträume lauern, was keineswegs zufällig aktuelle politische Situationen in Irak und Afghanistan widerspiegelt und dies in eine zwei Jahrtausende umspannende Relation rückt.



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Autor:
Thorsten Krüger



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