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That Demon Within – Kinokritik (Berlinale 2014)

ThatDemonWithinPoster-thumb-300xauto-38589R: Dante Lam
D: Nick Cheung, Daniel Wu, Christie Chen
HK/2014; Start: April 2014 (HK)

Ein Polizist mit traumatischer Kindheit rettet „aus Versehen“ einem skurpellosen Kriminellen das Leben. GANZ GROßER FEHLER.

Dante Lam hat sich in den letzten Jahren immer mehr zur zweiten Hongkong-Genre-Koryphäe gemausert, gleich hinter Johnnie To. Letztes Jahr gab es von ihm UNBEATABLE, ein erträglich kommerzielles Boxer-Drama, das sich zu einem veritablen Box-Office-Monster entwickelte, und dieses Jahr nun folgt die Rückkehr zu dunkel-düsterem Großstadtbeton. THAT DEMON WITHIN steht ganz in der Tradition von BEAST STALKER oder THE STOOL PIGEON, doch geht gleichzeitig noch einen Schritt weiter. Richtung Horror, Richtung Psychothriller, Richtung Brutalität.

Ziemlich am Anfang zerlegt ein mit einer Dämonenfratze maskierter Räuber einen bereits toten Kollegen mit drei Pumpgun-Schüssen ins Gesicht und auf die Hände. Hon (Nick Cheung), so der Name des Täters, ist die Sorte von Gangster, die selbst mit einer Metallstange im Bauch keine Miene verziehen und bei Kopfschüssen dreckig grinsen. Im gegenüber steht Dave (Daniel Wu), das genaue Gegenteil, ein unscheinbarer Polizist mit Seitenscheitel, dunkler Vergangenheit und –nach einer Bluttransfusion Richtung Hon- paranoiden Panikattacken. Steckt in ihm vielleicht nun auch etwas Hon, zumindest genug für rüde Morde?

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THAT DEMON WITHIN vermischt typische „cops vs. robbers“-Action mit Psychothriller- und Horror-Elementen. Die digitalen Bilder des Films verfremden (?) Hongkong zu einem dreckigen Moloch, immer wieder vermengt mit reisserischen Farbtupfern und satten Kugelgewittern. Dante Lam hält über zwei Drittel der Laufzeit eine bemerkenswerte Balance aus eisiger Dunkelheit und kinetischen Einschlägen. Hongkong ist hier unglaublich präsent, die Dichte, Schwüle und Hässlichkeit der Stadt sorgen für einen faszinierend fiebrigen Unterbau, der beide Protagonisten auf Schritt und Tritt begleitet. Es ist dunkel in dieser Welt, die Menschen sind getrieben und besessen, vieles passiert in Extremen.

Weit über die Hälfte begeistert THAT DEMON WITHIN als wütender, wilder, intensiver Film, der einzig mit den seit BEAST STALKER patentierten SloMo-Autounfällen/ -Explosionen einen Bogen zu Lams deutlich hellerer Vergangenheit schlägt. Der Score von Leo Ko zündet völlig unerwartete Disharmonien, der Schnitt von Patrick Tam (jawohl, DEM Patrick Tam) entwickelt eine sogartige Zugkraft und die beiden Hauptdarsteller, mit Vorteilen bei Nick Cheung, spielen selten ohne Schweißperlen. Die roten Knöpfe fabrizieren eine potente Mischung aus Ringo Lam und Johnnie To…und wenn da nicht dieses letzte Drittel wäre, das leider wie so oft bei Dante Lam einen Hang zu knirschender Grobschlächtigkeit entwickelt, hätten wir hier einen waschechten NEUEN Hongkong-Knaller vor uns.

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Doch oh weh, das letzte Drittel gibt es nunmal. Ab dem Zeitpunkt als *SPOILER AN* Dave die Gangster gegeneinander ausspielt *SPOILER AUS*, kommt mächtig Sand ins Getriebe, was sowohl der psychologischen Ebene schadet, die hier ganz schnell auf breit erklärte, viel zu aufdringlich dargestellte Westentaschen-Motivationen reduziert wird, als auch der Durchschlagskraft der Action. Völlig lächerlich zum Beispiel ist die Zerlegung einer Tankstelle, das CGI-Feuer, das dummerweise sowas wie ein Leitmotiv ist, nervt in einer Tour und diese SloMo-Nummer grenzt irgendwann an selbstverliebte Penetranz. THAT DEMON WITHIN müht sich regelrecht zum Ende und wird dabei so unnötig groß wie hohl. Immer nochmal einen drauf, Daniel Wu gibt das personifizierte Leiden und am Ende stehen dann natürlich nochmal sinnlose Rückblenden. JaHA, wir haben’s bereits vor einer halben Stunde kapiert!

So richtig, richtig jubeln kann man letztendlich beim besten Willen nicht mehr, aber ein Erlebnis bleibt der Film auf jeden Fall. Was THAT DEMON WITHIN vor dem Ende für eine Wucht und Energie auffährt, reicht nach wie vor für eine klare Empfehlung. Das klassische Hongkong-Kino, Abteilung Action & Bloodshed, schnuppert weiter an einer Renaissance – und Dante Lam gehört dabei auf jeden Fall zu den Leuten, denen man sehr bald einen echten Meilenstein zutraut.

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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