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Death/Hitchcock: eine Leinwand mit 36 Morden

Das Bild teilt sich in 6×6 Leinwände auf; 36 mal streben filmische Morde optisch und akustisch ihrem Höhepunkt entgegen: Jemand soll aus dem Weg geräumt werden und wird dies auch nach 2 Minuten und 50 Sekunden. Klug und einfach bringt Lyne hier einiges auf den Punkt: Zum einen das multiplexe Sehen, das man ja mittlerweile vom Desktop gewohnt sein sollte; die überbordende Tonspur, die interessanterweise bei etwa 2 Minuten 22 Sekunden synchron ein wenig zur Ruhe kommt und schließlich die philosophische Behauptung, dass der Höhepunkt einer lebensbedrohlichen Szene der ausgeführte Mord sein soll.

Alfred Hitchcock

Das kann man ja mal so stehen lassen. Spannend wird das ganze filmische Experiment, indem man einen Altmeister zu Rate zieht, in diesem Falle Alfred Hitchcock. Hitchcock gilt unbestritten als Meister des Filmschnitts. Mit seinen Cuttern wie etwa Charles Frend (SABOTAGE/ 1936; GEHEIMAGENT/ 1936; JUNG UND UNSSCHULDIG/ 1937; WALTZES FROM VIENNA/ 1934), Emile de Ruelle (THE MANXMAN/ 1929; ERPRESSUNG/ 1929; JUNO AND THE PAYCOCK/ 1930), George Tomasini (DAS FENSTER ZUM HOF/ 1954; ÜBER DEN DÄCHERN VON NIZZA/ 1955; DER MANN DER ZUVIEL WUßTE/ 1956; DER FALSCHE MANN/ 1956; VERTIGO/ 1958; DER UNSICHTBARE DRITTE/ 1959; PSYCHO/ 1960; DIE VÖGEL/ 1963 und MARNIE/ 1964) und William H. Ziegler (COCKTAIL FÜR EINE LEICHE/ 1948; DER FREMDE IM ZUG/ 1951; TOPAS/ 1969) war er einer der ersten Regisseure, der sein Publikum nicht nur zu Mitwissern machte sondern sich auch daran wagte, selbigem Informationen vorzuenthalten, ohne sich damit einen rechthaberischen Zeigefinger zu erlauben oder gar die gewünschte Spannung zu verlieren.

Die Schnittorgien des Meisters sind denn auf der Leinwand zu sehen und zu hören: Bildfremde Töne, überraschende und unpassend scheinende „Stillen“, gegengebürstete Totalen, bewusst falsche Anschlüsse, vermeintlich fehlende Gegenschüsse. Die Duschszene in PSYCHO gilt mittlerweile als Lehrstoff, wie man „nichts“ zeigt und damit ein unerträgliches Magengrimmen erzeugt.

36 Morde, farbig und schwarz/weiß, entsetzte Blicke, offene Münder, Drehungen und verworrene Körperteile, gebeugte Schultern, gebogene Nacken, Hände, Beine. Plakativ, distanzierend.
Ekstase.
Orchester.
So schön wird das Morden nie wieder aussehen. Danke Alfred!

With a big thanks to Ultra Culture

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Autor:
Claudia Siefen



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