best business loans SBA Loans Small Business Loans Short Term Loads Big Lines of Creditbusiness loans Long Term Loans Working Capital Equipment Financing Merchant Cash Advances

Das Hausmädchen: Kritik

Das HausmädchenRegie: Im Sang-soo
Darsteller: Jeon Do-yeon, Lee Jung-jae, Seo Woo
K/2010; Start: 21.4.2011

Die junge Eun-yi tritt in finanzieller Not eine Stelle als Hausmädchen bei dem reichen Geschäftsmann Hoon und seiner hochschwangeren Frau Hae-ra an. Als der Hausherr sie verführt und prompt schwängert, wollen seine Frau und ihre Mutter die unschuldige Bedienstete diskret beseitigen – wenn nicht per Scheck, dann mit drastischeren Methoden.

Ganze 50 Jahre nach dem südkoreanischen Schwarzweiß-Skandalon, das von Martin Scorceses Stiftung restauriert wurde und die Vorlage für FATAL ATTRACTION bildete, hat sich im gleichnamigen Remake der Klassenkampf umgedreht und die Machtverteilung zu Gunsten der Oberschicht gefestigt. Die Musiklehrerfamilie verwandelt Im Sang-soo (THE OLD GARDEN) zum Denver-Clan, der ein minderbegütertes Hausmädchen durch die Hölle schickt.

Das mutet an, als hätte Claude Chabrol einen Hitchcock-Plot mit Soap-Opera-Intrigen gespickt und zur plakativen Anklage gegen die moralisch korrumpierte Geldelite der Halbinsel in Stellung gebracht – einschließlich der landestypischen sadomasochistischen Untertöne. Der Sozialthriller gibt sich kühl-elegant stilisiert, sexuell aufgeladen und softpornografisch explizit, lässt aber die vielen Ambivalenzen des Originals aus und prangert penetrant eine verkommene Oberschicht an, die zu jeder Infamie fähig ist.

Das Hausmädchen

Schwiegermutter und Gattin sind zwei intrigante Biester, die jede Seifenoper (oder jeden Horrorfilm) bereichern würden. Einzig die distanzierte Attitüde und das hohe Niveau der Ästhetik enthebt sie der Kolportage, wodurch sich eine, wenn auch oberflächliche, Studie über Lust und Macht ausbreitet, die den diskreten Charme der Bourgeoisie in ein giftiges Psycho-Melodram einbettet. Misanthropie und Hochkultur bilden dabei eine unterschwellig aggressive Atmosphäre, die von den opaken Figuren und ihrem narzistisch-arroganten Verhalten angeheizt wird.

Eun-yi (Do-yeon Jeon, die für SECRET SUNSHINE die Goldene Palme gewann) als einzig normales Wesen lässt sich sehenden Auges auf die verhängnisvolle Affäre ein und trifft auf Demütigungen, Mordversuche und Giftanschläge. Es ist weiblicher Hass, der hier Amok läuft, womit die merkwürdige Mär von Eros und Thanatos samt dem surrealen finalen Fanal einen ganz eigenen, aber nicht unbedingt zwingenden Drall erhält. Dem Freudianischen Pulp-Klassiker aus Südkoreas goldener Ära wird die Neuauflage zumindest kaum den Platz streitig machen.




Hinterlasse eine Antwort

Autor:
Thorsten Krüger



Neueste Kommentare:
"Heul doch. Und: Danke, ist ausgebessert...."
Bei: Noch eine Liste - die besten Filme 2013
""erste Mal in der Filmgeschichte, das ei..."
Bei: Noch eine Liste - die besten Filme 2013
"Der erste war definitiv der coolere… der..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser
"Dem kann ich nur eines hinzufügen: Das s..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser
"Der erste Teil war jetzt nich so der Ham..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser