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Das Geheimnis der Geisha: DVD-/BD-Kritik

Das Geheimnis der GeishaRegie: Barbet Schroeder
Darsteller: Benoît Magimel, Lika Minamoto, Shun Sugata
F,J/2008; Start. 5.5.2011 (DVD & BD)

Ein französischer Kriminalschriftsteller (Benoît Magimel) reist nach Japan, um sein Idol, den Autor Shundei Oe kennenzulernen. Dieser aber lehnt den Kontakt ab und schickt seinen Fan in einen mysteriösen Thriller, bei dem eine Geisha (Lika Minamoto) eine gewichtige Rolle spielt.

Die ersten Minuten von DAS GEHEIMNIS DER GEISHA zeigen abgetrennte Köpfe und einen Samuraikampf, was sich dann als „Verfilmung“ einer Romans von Shundei Oe herausstellt. Regisseur Barbet Schroeder spielt mit Fiktion und Wirklichkeit, und verlegt auch die „reale“ Handlung in einen deftigen Thriller, der ebenfalls dem Hirn von Shundei Oe entsprungen sein könnte.

Tatsächlich basiert DAS GEHEIMNIS DER GEISHA auf einer Kurzgeschichte von Edogawa Rampo, die hier in einen durchaus spannenden Film mündet. Man sollte nur am besten den postmodernden Ansatz des Anfangs schnell wieder vergessen, denn so richtig konsequent wird das nicht gerade umgesetzt. Stattdessen gibt es Schocks und ein bisschen S/M-Sex, was dann wiederum ausgiebige Gelegenheiten zu Monologen über Shundei Oe eröffnet.

Barbet Schroeder spielt ein wenig mit den inhaltlichen Ebenen und kommt letztendlich zu dem Ergebnis, dass Shundei Oe eine Art Keyser Soze ist. Er sitzt verdeckt in einem riesigen Sessel und lässt ansonsten seinen diabolischen Einfluss walten. Der Franzose watet durch ein Netz aus Sex, Intrigen und Täuschungen, das am Ende zu einer relativ banalen Auflösung kommt, doch zuvor immerhin Lika Minamoto ins Spiel bringt.

Das Geheimnis der Geisha

Mit dem Auftauchen jener Dame gewinnt der Film beträchtlich an Fahrt. Das naive Gesicht des Kriminalschriftstellers nimmt staunende Züge an, als (zahme) Sexszenen ins Spiel kommen und die ersten Blutspritzer zu sehen sind. Die Geisha war angeblich die Geliebte von Shundei Oe und sorgt damit für eine heiße Spur, die aber letztendlich seltsam eindimensional bleibt. Nach dem Anfang verpufft die beschworene Mehrdeutigkeit in einen gefälligen Sonntagabend-Thriller, der einzig durch das Setting und die Sex- und Gewaltspitzen einen Schritt neben die Norm macht.

Wie gesagt, DAS GEHEIMNIS DER GEISHA ist schon spannend, nur halt ohne den letzten Zunder, der entweder die Daumenschraube noch weiter anzieht oder aber die ironische Brechung des Geschehens betont. Barbet Schroeder setzt sich mit diesem Film ein wenig zwischen die Stühle, inklusive dem blass bleibenden Benoît Magimel, und erreicht lediglich ansehnliche Krimispannung. Ein klareres Ziel und etwas weniger Langatmigkeit – ja, das wäre es gewesen.

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
DAS GEHEIMNIS DER GEISHA gab es schon mal auf DVD und Blu-Ray, allerdings mit einem anderen Cover. Da die Präsentation (=exzellente Synchro, sehr gutes Bild, guter Ton und ein sehenswertes Making Of) identisch ist, geht es hier wohl um eine Neuauflage, die auch die neu gewonnene Popularität von Benoît Magimel miteinbezieht. Eine herrliche Anekdote am Rand: Auf dem Cover prangt ein fettes Zitat von Computerbild!




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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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