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Confessions: UK-BD-Kritik

Regie: Tetsuya Nakashima
Darsteller: Takako Matsu, Yoshino Kimura, Masaki Okada u.a.
Japan 2010; Release: 25.4.2011 (UK BD / DVD)

Meisterregisseur Nakashima entlockt der japanischen Gesellschaft sozioapokalyptische Geständnisse.

Mit Tetsuya Nakashima hatte man eigentlich nicht mehr gerechnet. Nach seinen bunten Übermeisterwerken KAMIKAZE GIRLS und MEMORIES OF MATSUKO war der Japaner zuletzt mit PACO AND THE MAGICAL BOOK doch ein wenig zu sehr in Richtung des knallbonbonfarbenen Kindermärchenfilms abgedriftet. Und die Oscar-Nominierung für sein neuestes Werk CONFESSIONS sorgte auch nicht gerade dafür, dass man all zu viel auf dieses Social-Revenge-Drama gesetzt hätte. Und dann das!

Ein fast halbstündiges Intro, wie man es noch nie gesehen hat. Ein Klassenzimmer, eine Lehrerin und eine Horde mobbender Schüler. Dicht, intensiv; erst die Ankündigung, dass die Lehrerin den Schuldienst hinter sich lassen, dann diejenige, dass sie die beiden jugendlichen Mörder ihrer kleinen Tochter – Schüler ihrer Klasse und im Raum anwesend – erwischen wird, die aufgrund ihres Alters vor dem Zugriff der Gesetzeshüter geschützt sind. Zunächst Gelächter, dann Angst und Schrecken, als sich herausstellt, dass der zentrale Charakter von CONFESSIONS die Schulmilch ihrer Schützlinge mit HIV-infiziertem Blut vermischt haben will. DONNIE DARKO grüßt durchgehend auf der Tonspur und draußen vor den Fenstern des Klassenzimmers fällt der dunkle Regen – Erinnerungen an Hideo Nakatas DARK WATER inklusive.

Was ein wenig beginnt wie ein klassischer Revenge-Thriller à la LADY VENGANCE, entwickelt sich in der Folge zu einem Kaleidoskop der Geständnisse, der multidimensionalen Betrachtungen von Beweggründen, sozialer Isolation und dem Schrei nach Anerkennung. Der Zuschauer fühlt sich wie im Zentrum einer flauschigen Gewitterwolke, die Protagonisten werden ob ihrer Schuld verrückt oder zu Amokläufern. Die (japanische) Gesellschaft steht wie bei BATTLE ROYALE, SUICIDE CIRCLE oder ähnlichen Vertretern des Nippon-Kinos im Zentrum der messerscharfen Betrachtung. Und am Ende kann selbst die Vollendung der Rache keinerlei erlösende Gefühle hervorrufen.

CONFESSIONS ist ein fabelhaft inszeniertes, dichtes und düsteres Meisterwerk, das man eigentlich nur „perfekt“ nennen kann. Tetsuya Nakashima ist zurück und erinnert die Zuschauer daran, dass es neben Sion Sono und Kiyoshi Kurosawa noch einen dritten Filmemacher des zeitgenössischen japanischen Kinos gibt, der zu Anfang des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts noch immer zu Großartigem in der Lage ist.

Die Blu-ray: (Bestellen bei Amazon UK)
Bild und Ton sind schlicht einzigartig, was vor allem den tollen Soundtrack veredelt. Neben dem Film kommt eine komplette Disc mit Bonus-Material, Dokumentationen und so weiter. Ein Traum-Release aus Großbritannien.




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Autor:
Björn Eichstädt



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