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Conan The Barbarian: Kritik

Regie: Marcus Nispel
Darsteller: Jason Momoa, Stephen Lang, Rachel Nichols, Ron Perlman u.a.
USA 2011
Kinostart: 08. September 2011

Für Conan gibt es nur ein Ziel: Rache. Er, auf dem Schlachtfeld geboren, zum Krieger erzogen, den Mord am Vater ansehen müssend, und nun zum Mann gereift, kann nur durch den Tod von Vatermörder und Tyrann Khalar Zym Frieden finden.

Nein, man darf von CONAN THE BARBARIAN kein anspruchsvolles Kino erwarten. Keine geschliffenen Dialoge („Ich lebe, liebe und töte. Ich bin zufrieden.“). Keine wirkliche Aussage. Nicht einmal – und das ist das Bittere – gute Unterhaltung. Das Remake des Originals mit einem damals noch recht unbekannten, hölzernen Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle hat so gar nichts vom holprigen Charme seiner Vorlage mitnehmen können.

Machen wir es kurz: Der Versuch eine Genre-Größe wie CONAN neu aufzulegen konnte nur schiefgehen. Die heutigen Erwartungen sind andere, die Mittel erst recht. Ein so grobschlächtiges und damals auch bewusst unfreiwillig komisch gehaltenes Werk wie CONAN DER BARBAR lässt sich nicht in die Gegenwart des Kinos transportieren. Diese Erfahrung musste auch Reboot-Spezialist Marcus Nispel (MICHAEL BAY’S TEXAS CHAINSAW MASSACRE, FREITAG, DER 13.) machen. CONAN THE BARBARIAN war einfach eine Nummer zu groß, da zu speziell.

Bereits der Epilog ist eine Mischung aus DER HERR DER RINGE und 300. Man will epochales Kino schaffen, aber Schlachtenbilder und Orchestermusik reichen dafür nicht aus, wenn es an (interessanter) Story und Tiefe fehlt. Gewiss, beides kann man nicht von CONAN erwarten. Aber wie man es schafft, selbst simpelste Möglichkeiten durch auf Bombast getrimmte Bilder zu verschenken, die mit übermäßiger, nicht einmal ästhethisch präsentierter Gewalt wie Brutalität aufwarten, ist beeindruckend.

Auf technischer Ebene ist der Einsatz von 3D einmal mehr absolut unnötig und verschenkt, da die Schnittfolge entweder einfach nur katastrophal ist oder aber nur Tiefe in der Totalen entstehen soll, wo es in dieser Ödnis doch nichts im Hintergrund zu sehen gibt. Auf schauspielerischer Basis hat man keinerlei Interesse daran, was mit den Figuren geschieht, so dass man sich später fragt, ob es wirklich 113 statt vielleicht auch 90 Minuten sein mussten.

Man merkt, wie sehr man von Seiten der Studios aus einfach einen großen Blockbuster ins Kinojahr 2011 schicken wollte, der so viele Zuschauer wie möglich ansprechen soll. Das einfache Rezept: Ein Reboot für alle, Gewalt für die Männer, Muskelmann Jason Momoa (GAME OF THRONES) als „Eye-Candy“ für die Frauen. Dazu Nebenfiguren wie Rachel Nichols (STAR TREK, G.I. JOE), die nicht einmal als echtes Love Interest taugt, Ron „je weniger man von seinem Gesicht sieht, umso besser“ Perlman (HELLBOY, BLADE II) oder auch Stephen Lang (MÄNNER, DIE AUF ZIEGEN STARREN, AVATAR). Der Rest ist Schwert schwingendes, Körperteile abtrennendes und die Umgebung in Schutt und Trümmer legendes Gemetzel.

Eines muss man dem Team um Marcus Nispel aber lassen: Sie waren äußerst kreativ, was das Abkupfern bis Zitieren von Sequenzen und Stilen aus anderen Filmen betrifft. DER HERR DER RINGE und 300 wurden bereits angesprochen, um den Duktus aus Storytelling und Zeichnen eines Gesellschaftsbildes, in dem nur der Stärkste überleben kann, zu kopieren. Insgesamt bediente man sich bei einem guten Dutzend weiterer Filme von THE DARK KNIGHT über FLUCH DER KARIBIK und DIE MUMIE bishin zum Klassiker JASON UND DIE ARGONAUTEN (so will ich zumindest die Kampfsequenz zwischen Conan und den Skelett-Sandkriegern interpretieren), um auch um Himmels Willen jeden damit anzusprechen.

Doch darin liegt die Krux: Es jedem recht machen zu wollen geht nie gut. So zerbricht das Reboot von CONAN THE BARBARIAN an der Erwartungshaltung der Studiobosse, die das Publikum auf ganz breiter Basis bedienen wollen, und so den ureigenen Charme der Vorlage mit einem Hieb niederstrecken.




Eine Antwort zu “Conan The Barbarian: Kritik”

  1. Julio Sacchi sagt:

    Wie kann man denn bitte etwas „bewußt unfreiwillig“ machen? Ist das sowas wie „vorsätzlich unverschuldet“? Übrigens ist die – damals gottlob noch mögliche – Ironiefreiheit eine der Stärken von Milius‘ kolossalem Film.

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Autor:
Daniel Rehn
Popcorn. Gezuckert. Nicht gerührt.



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