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Colombiana: Kritik

Regie: Olivier Megaton
Darsteller: Zoe Saldana, Michael Vartan, Callum Blue, Cliff Curtis, Amandla Stenberg u.a.
Starttermin: 15.09.2011

Die Eltern der neunjährigen Cataleya werden in Kolumbien von einem Drogenboss ermordet. Cataleya überlebt und entkommt auf Grund eines für die CIA wertvollen Datenchips, den sie von ihrem Vater hat, in die USA. Dort wächst sie bei ihrem Onkel auf, der ihr das Töten beibringt – denn Cataleya sinnt nach Rache.

COLOMBIANA zelebriert in fast jeder Filmminute den äußerst wohlgeformten Körper seiner Protagonistin. Die erwachsene Cataleya windet und schlängelt sich durch die engsten Öffnungen, hangelt sich an den glattesten Oberflächen entlang. Tänzelt durch ihre Wohnung und trägt natürlich (fast) nie einen BH. Auf ihrer Rachemission bekommt sie nie einen Kratzer ab, kein Bluttropfen fließt, lediglich ein bisschen Schweiß darf ihren athletischen Körper zieren.

Diese Perfektion wird schon in den ersten Minuten angekündigt: Die kleine Cataleya (Amandla Stenberg), die vor ihren Häschern und den Mördern ihrer Eltern durch die verwinkelten Gassen ihrer Heimat flüchtet, trägt ihre saubere Schuluniform, die kleinen Füße stecken in blendend weißen Söckchen und Lackschuhen. Die Haare halten sich auf der Flucht streng zurück, bleiben in ihrem Dutt fest verankert. Die Flucht ist vielleicht eine der wenigen starken Szenen des Films, denn die Kamera fängt Cataleyas Heimat ein: Enge Gassen, bunte Hinterhöfe, die kleinen Wohnungen, durch die die Hetzjagd gewaltsam stürmt. Cataleya entkommt nur durch ihre Größe: Wie eine Maus flitzt sie in einen Abwasserkanal, dessen Öffnung gerade groß genug für sie ist. Ihre Jäger lauern wie die Katzen um die Öffnung, doch Cataleya ist längst verschwunden.

Und hier endlich erfolgt die Deformation der Heldin: verdreckt, zerzaust und verloren entsteigt die kleine Cataleya einem Abflussschacht. Aber sie darf das, sie ist schließlich noch ein Kind. Zoe Saldana (AVATAR, FLUCH DER KARIBIK), die die Erwachsene verkörpert, wird im Film kein Haar gekrümmt, sie trägt nicht einmal blaue Flecken zur Schau. Die pedikürten Füße steigen elegant und leise über Splitter, Müll, Asphalt ohne Schaden zu nehmen.

Leider zerstört genau diese unwirkliche Perfektion den kompletten Film. Es fehlt ihm an jeglicher Authentizität. Die Kampfszenen zeigen keinen Schaden, sie sind steril choreografiert und im Bourne-Stil zusätzlich artifiziert. Und Zoe Saldana schafft es in keinster Weise, den Schmerz, der ihre Figur über Jahre hinweg antreibt, zu vermitteln. Da kullert mal ein Tränchen, das Herz des Zuschauers bleibt jedoch kalt. Das einzige, was bleibt, ist ihren Körper zu bewundern. Cataleya ist benannt nach einer Orchidee – sie symbolisiert ganz klar die Weiblichkeit, verstärkt durch die Orchideen-Skizzen, die sie auf ihren Opfern hinterlässt. Es scheint, als hätte man sich nicht herangetraut, diese zarte, empfindliche Hülle für einen Actionfilm angemessen zu deformieren.

Wenn sich die kleine Cataleya am Anfang wünscht, Killerin zu werden, sehnt man sich wieder danach in Natalie Portmans traurig-entschlossene Augen zu blicken und mit Profi Leon ein Glas Milch zu trinken.




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Autor:
Filiz Schulz



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