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Cold War – Kinokritik

Regie: Longman Leung, Sunny Luk
Darsteller: Aaron Kwok, Tony Leung Kar-fai, Charlie Young, Chin Kar-Lok, Andy Lau
HK/2012

Eine Bombenexplosion in Mongkok und fünf vermisste Polizisten entfachen eine Krise in der Führungsetage der Hongkonger Polizei. Während Chef Nr. 1 (Aaron Kwok) einen kühlen Kopf bewahrt, pocht Chef Nr. 2 (Tony Leung Kar-fai) auf schnelle Vergeltung. Der plausible Antrieb dafür: Einer der abwesenden Polizisten ist sein Sohn.

Eigentlich war alles wie früher: Das Broadway-Kino in Mongkok, ein „echter“ Hongkong-Film, Shootouts vor Betonwänden und ungeniert telefonierende Zuschauer. COLD WAR beschwört angestaubte Tugenden und möchte mal wieder an der INFERNAL AFFAIRS-Krone kratzen. Das gut gefüllte Kino schien diesem Ruf zu folgen, beginnend mit dem herrlichen Gag, die eröffnende Explosion in genau jenem Broadway-Kino detonieren zu lassen, doch so richtig trauen wollte man der aufkeimenden Nostalgie trotzdem nicht. Ein Cops vs. Robbers-Film aus Hongkong in Dolby 7.1? Irgendwie keine gute Voraussetzung für schweißtreibende Hinterhof-Dramatik.

Die grellen Hawaii-Hemden sind bei COLD WAR perfekt sitzende Designeranzüge, hitzige Schrei-Arien und blutbesudelte Mülltonnen verwandeln sich in pokerfacige Machtspiele und stylishe Chrompaläste. Das offensichtliche Vorbild des Films heißt tatsächlich INFERNAL AFFAIRS, nur hat das Regie- und Drehbuch-Duo namens Longman Leung und Sunny Luk leider nicht die Größe für mehr als passable Unterhaltung. COLD WAR schwankt eher ungelenk zwischen schicker Produktion, pompöser Ernsthaftigkeit und dramaturgischen Hohlräumen. Nach einer ersten Hälfte, die durchaus packen kann und schließlich in einer satten Schießerei kulminiert, folgen zu viele „by the numbers“-Enthüllungen und unfreiwillig komische Gesichtsentgleisungen. Nur konsequent ist da, dass der finale Teaser für ein mögliches Sequel wie an den Haaren herbeigezogenes Wunschdenken wirkt.

Es hätte COLD WAR wesentlich besser gestanden, den bierernsten Stecken aus dem Hintern zu ziehen und über den Mut zur Lücke die Spaßkurbel anzuwerfen. Was gehen den durchschnittlichen Zuschauer irgendwelche Machtkämpfe in den obersten Polizei-Etagen an, wenn der Motivation dafür der Saft fehlt und die anwesenden Schauspieler keine allzu überzeugenden Figuren abgeben. Besonders schlimm erwischt es Charlie Young, die ganz in ihrer Rolle als gestelztes Abziehbild aufgeht, doch auch Aaron Kwok und Aarif Lee (als oberster ICAC-Ermittler) schalten auf charakterlichen Durchzug. Unmöglich schöne Schnösel mit teuren Klamotten und minimaler Mimik – so sollten auch in Hongkong keine Hauptrollen definiert werden.

COLD WAR ist ein beizeiten holpriger und auch geschwätziger Film, der INFERNAL AFFAIRS in nahezu jeder Beziehung unterlegen bleibt. Die Ehrenrettung hier obliegt der noblen Intention, einen klassischen Hongkong-Film auf die Beine zu stellen, inklusive großer Starbesetzung und großer Produktion, was zumindest so weit tragen kann, dass die zweite Hälfte die erste Hälfte nicht völlig ertränkt. Das Herz –as they say– ist definitiv am rechten Fleck – nur ob das ausreicht, der insgesamt doch recht hölzernen Veranstaltung 100 Minuten Lebenszeit zu schenken, muss leider völlig subjektiv beantwortet werden: (In meinem Fall) mit „ja“ – weil Hongkong wohl auf Lebenszeit einen Bonus besitzen wird und vieles hier als guter Ansatz durchgeht.

Beim nächsten Mal am besten nicht mehr vorgeben als letztendlich eingelöst wird. Dann klappts auch mal wieder mit grellen Hawaii-Hemden.



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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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