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FFF // Cold Fish: Kritik (Nippon Connection 2011)

Cold FishRegie: Sion Sono
Darsteller: Makoto Ashikawa, Denden, Mitsuru Fukikoshi
J/2010; Start: 27.6.2011 (GB; DVD & BD)

Menschen sind nur Fischfutter in einer kalten Gesellschaft, der Sion Sono wieder einmal seinen kristallklaren Spiegel vorhält.

Sion Sono ist eine Ausnahmeerscheinung des japanischen Kinos. Das ist spätestens klar seit er vor genau zehn Jahren mit seinem Film SUICIDE CIRCLE über die damals noch halbwegs heile Welt des J-Horror hereinbrach. Ein Film der Szenen zeigte, wie man sie vorher noch nie auf einer Leinwand gesehen hatte. Mit STRANGE CIRCUS ging er später in Sachen Gewalt und Wahnsinn weit über das hinaus, was der durchschnittliche Kinogänger zu ertragen bereit ist. Und auch COLD FISH ist wieder ein Film geworden, der die Zuschauer spalten wird – in diejenigen, die den Mann schlicht für verrückt halten und solche, die unter der blutroten Kruste die leisen Botschaften lesen, die der sensible Sono über die Gesellschaft zu verkünden weiß.

Eine dysfunktionale Familie, bestehend aus dem kleinen Tropenfischhändler Shamoto, seiner Tochter und seiner zweiten Ehefrau, steht im Zentrum von COLD FISH. Das Leben ist ein wenig eingeschlafen, Zufriedenheit und Leidenschaft schlummern vor sich hin, da tritt der Ferrari-fahrende Fischmogul Murata eher zufällig in das Leben des Trios. Frau und Tochter sind schnell vereinnahmt von dem Mann, der vorlebt, was Shamoto aufgrund seiner selbstlosen, wenig aktiven Art bislang nicht erreichen konnte. Und als Murata mit dem Angebot einer Partnerschaft lockt, kann der kleinere Konkurrent nicht anders, als dem Druck seiner Frauen nachzugeben. Doch schnell wird klar, dass sich hinter der fröhlich-grinsenden und einnehmenden Fassade des Besitzers von „Amazon Gold“, einer Shopping Mall-großen Kette für tropische Fische, ein dunkler Serienmörder verbirgt, der gemeinsam mit seiner Frau nicht nur die Konkurrenz beiseite schafft, wenn sie nicht nach seinen Regeln spielt. Der Anfang einer Spirale aus Blut, Sex und Gewalt, die sich erst zum Ende des Films in einem horrend-brutalen Befreiungsschlag entlädt.

Cold fish

Kindheit, Religion, Sexualität – Aspekte, die das Leben von Menschen einschlägig prägen, sind die Subthemen, die Sion Sonos COLD FISH bestimmen. Und die von den teils mehr als drastischen Splatterszenen immer wieder laut überlagert werden. In einem Haus auf dem Lande, das Muratas Vater einst in eine private christliche Wallfahrtsstätte verwandelte, treffen sich Kindheitstrauma und Erlösung durch das Zerteilen von Leichen. In einem Fluss nahe des Tatorts wird das Fleisch der Opfer als Fischfutter in den Kreislauf der Natur zurückgebracht. Symbolische Handlungen und emotionale Ausbrüche prägen den zweiten Teil des 144-Minuten-Monsters, das selbst in der letzten Szene keinerlei Erlösung von Sonos durchgehender Botschaft bietet: Alle Menschen sind auf die ein oder andere Art schwer geschädigt und die Zivilisation ist nur eine dünne Schicht, die das Grauen an den Fassaden überdecken kann. COLD FISH verlässt man mit einem unguten Gefühl in der Magengegend. Und fühlt sich im Anschluss an den Kinobesuch ein wenig wie ein zerhackter Fisch.



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4 Antworten zu “FFF // Cold Fish: Kritik (Nippon Connection 2011)”

  1. Bartel sagt:

    …und natürlich auch um eine menschenrechtsunwürdige Bootleg-DVD-Sammlung von apokalyptischen Umfang anzulegen!

  2. Sylvio sagt:

    Was echt ’ne Frechheit ist. Deswegen bin ich nach China ausgewandert. Nur deswegen.

  3. Martin Beck sagt:

    Das Grundproblem des Fantasy Filmfestes, wunderbar auf den Punkt gebracht:-) Dieses Jahr knacken wir die 10 Euro Grenze pro Karte, jaaaa!

  4. Bartel sagt:

    Noch so´n sion sono? Ja, bitte! Gewissenskonflikt ist vorprogrammiert! Should i wait or should i buy the bait?
    U.K. Release in 7 Tagen! 7 DAYS TO LIVE! Ich hasse das Internet: It´s a real Vorfreudenkiller!
    Bitte liebes Internet lass mich doch bitte ins Kino gehen!
    „WOHIN?“
    „Ins Kino bzw. auf das diesjährige Fantasy Filmfest!….bitte…?“
    „WARUM?“
    „So n´Sono gucken…der soll echt gut sein!“
    „VERGISS ES SKLAVE! DER IST DOCH LÄNGST EIGENMÄCHTIG VON MIR GE-PRE-ORDERT WORDEN!
    DU BLEIBST HIER! VOR DEM BILDSCHIRM! FÜR IMMER!“
    „Aber, ich wollte doch nur….“
    „ENDE DER KOMMUNIKATION!“

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Autor:
Björn Eichstädt



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