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Close Range – BD-Kritik

Closerange2R: Isaac Florentine
D: Scott Adkins, Caitlin Keats, Nick Chinlund, Madison Lawlor, Tony Perez
USA/2015; Start: 28.1.2016

Colton MacReady ist sowas von bereit, besonders als seine Schwester von einer Latino-Gang bedroht wird. Dass er selbst einen USB-Stick mit verräterischen Informationen über die Bösen in der Hosentasche hat, kommt dem Body Count ebenfalls zugute.

Scott Adkins und Isaac Florentine – der unweigerlich nach der Nennung dieser beiden Namen folgende Zungenschnalzer hallt zurück bis in die achtziger Jahre. Breitbeinige XXL-Eier, die sich die Kausalkette „Konflikt – gebrochene Nase – Feierabend“ aufs zwei Nummern zu kleine Tank Top tätowiert haben. CLOSE RANGE ist die mittlerweile siebte Zusammenarbeit der beiden und zelebriert erneut klassisches Männerkino, das seine bewusste Schlichtheit zur Zierde erhebt. Auf dem Gipfel der Moderne thront hier ein USB-Stick, alles andere passt problemlos auf die obere Hälfte eines Retro-Bierdeckels.

Colton MacReady ist natürlich ein ehemaliger Top-Soldat und trägt natürlich einen Namen wie eine Comicfigur. Die gegnerische Bande besteht natürlich aus schmierigen Mexikanern, die ihre Einnahmen nicht über online Spielautomaten, sondern klassische Geschäftszweige wie Entführung oder Drogenhandel generieren. Der MacGuffin, an dem sich die ganze Mische aufhängt, ist natürlich von so dilettantischer Natur, dass man sich berechtigt fragt, wie diese Gangster je zu ihrer Berufsbezeichnung kommen konnten. Und all das, all diese B-Bausteine, dienen natürlich ausschließlich dazu, der rücksichtslosen Action eine halbwegs plausible Motivation zu besorgen.

Closerange5Jawohl, CLOSE RANGE lebt von seinen Actionszenen. Jawohl, diese Actionszenen sind exzellent inszeniert. Und jawohl, Scott Adkins zeigt dabei mal wieder ganz große Körperbeherrschung – die ihn nicht nur zum momentan besten Actiondarsteller macht, sondern inzwischen sogar seine Mimik beeinflusst. Das mit Shakespare und so ist zwar nach wie vor in weiter Ferne, aber im Rahmen des Settings wird glaubhaft und unter Einsatz mehrerer Emotionen agiert. Der Film beschränkt sich nicht nur auf Peng, sondern kann auch Dramatik, erprobte Klischees natürlich inklusive. Als gar nicht mal so weit hergeholter Vergleich bietet sich OHNE AUSWEG an.

Dass CLOSE RANGE letztendlich doch nicht die Aufmerksamkeit der UNDISPUTED-Reihe erreicht, liegt vor allem am kleinen Rahmen der ganzen Produktion. Ein paar Schauspieler, ein paar Schauplätze und keine Chance auf inhaltliche Überraschungen: Was Florentine hier serviert, mutet an wie ein kleines Hobbyprojekt, das in den BOYKA: UNDISPUTED-Drehpausen über die Bühne gebracht wurde. Mit einem Horizont, der nicht über eine eingedampfte achtziger-Jahre-Fingerübung hinausgeht. Und trotzdem noch zu gefallen weiß, weil einfach Adkins ein As ist und die Action punktgenau ins blaue Auge haut – inklusive einer formalen Inszenierung, die wie immer bei Florentine auf virtuose Direktheit setzt.
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CLOSE RANGE gibt es eigentlich gar nicht mehr, dafür ist das Helden-zentrierte B-Actiongenre viel zu sehr tot oder verseucht durch lappige Budget-Kompromisse. Das Rad wird hier nicht erfunden, doch alleine für das verabreichte Alpha-Placebo, das Taten klar mehr Bedeutung als Worten zugesteht, bekommt der Film eine Runde schlichte Männerliebe. Verabreicht durch ein stinkiges Schweißhandtuch, fies von hinten aufs Steißbein draufgeknallt.

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CLOSE RANGE – Scott Adkins! Isaac Florentine! Aua-Teaser!
isaacflorentine.com

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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