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Circus der Vampire: DVD-/BD-Kritik

Circus der VampireRegie: Robert Young
Darsteller: Adrienne Corri, John Moulder-Brown, Anthony Corlan
GB/1972; Start: 6.5.2011 (DVD & BD)

Ein gräflicher Vampir verflucht die Bewohner eines kleinen Dorfes, was 15 Jahre später eine pestgleiche Seuche und einen von Vampiren geführten Zirkus zur Folge hat.

CIRCUS DER VAMPIRE ist ein von Hammer produzierter Horrorfilm, der aber die klassischen Attribute, die man sonst mit diesem Namen verbindet, nur sehr begrenzt aufnimmt. 1972 hatte Hammer bereits seinen Höhepunkt überschritten und sollte mit frischen Ansätzen neue (=jugendliche) Publikumsschichten für sich gewinnen. Die großen Stars vor und hinter der Kamera, wie z.B. Terence Fisher, Roy Ward Baker, Christopher Lee oder Peter Cushing, mussten Platz machen für Sex und Gore.

Nicht dass Hammer zuvor keusche Gardinenpredigten gehalten hätte, doch CIRCUS DER VAMPIRE legte schon noch ein paar Schippen drauf. Titten galore gibt es hier zu sehen, diverse ganz schön schrille Typen, einige Blutszenen und auch einen Schuss Sadismus. Hammer wollte kommerzieller werden und erreichte zumindest, dass der Film äußerst unterhaltsam ist. Verglichen mit heutigen Folterarien steht hier natürlich eine brave Häkelstunde an, doch innerhalb seines Zeitrahmens ging es ganz schön zur Sache.

Circus der VampireBesonders reizvoll wird CIRCUS DER VAMPIRE ab dem Eintreffen des titelgebenden Zirkusses. Dass Clowns eine creepige Ader haben, wissen wir nicht erst seit SPACE INVADERS, und auch hier verbreiten grell geschminkte Visagen und bizarr gekleidete Artisten ungemütliche Gänsehäute. Der Zirkus als Hort vermeintlicher Leichtigkeit reibt sich mit bösartigen Abgründen hinter den Masken. Diese fiese Mischung aus Vertrauen und Ungewissheit schafft reizvolle Gegensätze, die die Mordszenen nochmal einen Schuss unangenehmer machen.

CIRCUS DER VAMPIRE ist nicht unbedingt ein perfekter Film, aber faszinierend bleibt er auf jeden Fall – trotz mancher schlechter Schauspieler, arg simpler Tricks und einer besonders in der Mitte erlahmenden Geschwätzigkeit. Seine Stärke liegt im Aufbrechen der bekannten Hammer-„Formel“, was einfach frischen Wind und frische Ideen bringt…und auch eine gewisse Trash-/Hippie-Aura, die dann wiederum mit den verbliebenen „Standards“, wie z.B. einem glühenden Kreuz, den Holzpflöcken und ganz, ganz viele langen Hauern, spannende Dissonanzen erzeugt. Vampire im Fadenkreuz der Moderne; seien wir mal froh, dass hier kein Vorläufer von TWILIGHT herausgekommen ist.

Circus der VampireDie DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
Die deutsche Tonspur ist gut, die englische dagegen etwas muffig. Auch das Bild ist gut, wobei hier natürlich keine digitalen Wunder erwartet werden dürfen. In Sachen Extras gibt es lediglich eine Bildergalerie und den Trailer – ganz im Gegensatz zur amerikanischen Blu-Ray, die unter anderem ein tolles Making Of auffährt.



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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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