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Chuck Norris – Karate Kommandos: DVD-Kritik

Chuck Norris Karate KommandosRegie: John Kimball, Charles A. Nichols
Stimmen: Chuck Norris, Bill Martin, Robert Ito
USA/1986; Start: 16.5.2011 (US-DVD)

Chuck Norris und seine seltsamen Freunde retten die Welt vor den mäßig animierten Machenschaften von Oberfinsterling „The Klaw“ (wie die TODESKRALLE, nur größer und potentiell tödlicher) und seinen Ninja-Schergen. Samstag Vormittags-Zeichentrick der komplett debilen Art, schwer unterhaltsam – fünfmal, auf DVD.

Diesmal ist es kein Aprilscherz: Im Rahmen des Cartoon Network-Programmblocks „Adult Swim“ am 1. April 2006 schon mal ausgegraben, hat Warner jetzt endlich unter dem Banner der „Hanna Barbera Classic Collection“ alle legendären fünf Folgen von CHUCK NORRIS: KARATE KOMMANDOS mit so klangvollen Namen wie „Deadly Dolphin“, „Terror Train“ oder „Island of the Walking Dead“ auf amerikanischer DVD veröffentlicht. Normale Menschen heben irritiert die Braue, der Fan obskuren achtziger Jahre-Fernsehtrashs macht ein Fass auf. UH – ESS – AH..!

Anscheinend in erster Linie als ausgedehnter Werbeclip für konservative amerikanische Werte wie das Recht, über Dicke lachen zu dürfen, und eine Reihe von KARATE KOMMANDOS-Actionfiguren konzipiert, drehen sich die Episoden in bekannter Cartoon-Manier um den ewigen, kindgerecht –sofern man denn annehmen will, dass Kinder geistig zurückgebliebene Erwachsene sind– dargestellten Kampf Chucks und seiner Getreuen gegen Superbösewicht The Klaw. Der besitzt anstelle eines normalen rechten Arms –Überraschung!- eine gigantische Metallklaue, statt einer fähigen rechten Hand (was in diesem Fall doppelt schwer wiegt) einen langhaarigen Gehilfen namens Super Ninja, der vor allem durch Super-Sprücheklopfen und Super-Feigheit auffällt („You may have won this round, Norris, but you will live to regret eeeeaaagghht..!“) und eine ebenfalls nur beschränkt supere Ninja-Armee, deren Superfähigkeiten sich auf Super-Danebenschießen und anschließendes Super-Weglaufen zu beschränken scheinen. Trotz seines furchteinflößenden Äußeren ist die Klaue selbst aber ohnehin nur so lauwarm böse, dass er höchstens mal einem lichtempfindlichen Untergebenen, der versagt hat, zur Strafe mit einer hellen Lampe in die Augen leuchtet. Fetch the soft cushions.

Chuck Norris Karate Kommandos

Die heldenhaften Karate Kommandos, die dieser gewaltigen Bedrohung der freiheitlichen Weltordnung entgegentreten müssen, bestehen ihrerseits aus Chucks Schüler Reed, dessen Schwester Pepper, dem Samurai Kimo, dem Sumo-Ringer Tabe (ist ja alles irgendwie Karate, dieser Japsenkram) und einem kleinen asiatischen Jungen mysteriöser Herkunft, dessen Namen niemand zu kennen scheint und der von allen nur „Short Round“, äh, „Too Much“ gerufen wird – weil er immer „Too Much“ sagt! Was aber relativ selten vorkommt, weil meistens Chuck Norris redet und mit öfter mal leicht tuntiger Intonation das Offensichtliche feststellt oder heillos peinliche One-Liner aufsagt, die so cool sind wie deine Eltern beim Sex. Und dann ist da natürlich noch der Sumo, der nicht nur fett sondern auch doof ist und ständig über Essen reden oder für Fremdscham-intensiven „comic relief“ herhalten muss – der Rest der Voicecast dürfte nicht mehr als einen Nachmittag im Studio verbracht haben.

Chuck norris karate kommandos

Die wahren Highlights sind aber die An- und Abmoderationen von Chuck Norris höchstselbst, in denen er der jungen Zielgruppe großzügig väterliche Ratschläge erteilt und mit unbewegter Miene in die Handlung einführen muss, in deren Verlauf er dann auf Delphinen reitet oder mit fallschirmspringenden Krokodilen ringt: „The gang and I ran into ‚The Klaw’ and some of his more nasty friends while we were transporting a… uh… state-of-the-art robot in what turned out to be a… terror train.” Besonders schön auch der wiederholte Sermon, Gewalt sei keine Lösung, wenn es in der Welt von CHUCK NORRIS: KARATE KOMMANDOS doch erwartungsgemäß kein Problem zu geben scheint, das nicht durch Wegtreten, Zerschießen oder Kaputtsprengen gelöst werden könnte.

Leider kommt die DVD ohne Trailer, Making Of oder gar einen Audiokommentar von Chuck Norris, aber dafür sind die fünf Folgen so einzigartig bescheuert, dass man sie sich auch gerne mehrmals zu Gemüte führt. Allein schon um sich davon zu überzeugen, dass man die letzten hundert Minuten nicht bloß im Fieberwahn halluziniert hat. Wer diese DVD nicht kauft, ist ein Kommunist!



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Autor:
Jan Zeleny
Kinematopath



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