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Captain America: Review

Regie: Joe Johnston
Darsteller: Chris Evans, Hugo Weaving, Hayley Atwell, Tommy Lee Jones, Steve Tucci, Dominic Cooper u.a.
USA 2011, Kinostart: 18. August 2011 (Deutschland)

Eigentlich hat CAPTAIN AMERICA: THE FIRST AVENGER am Anfang vor allem ein Niedlichkeitsproblem. Da stapft nämlich der am Computer auf Hänflingsgröße verkleinerte Chris Evans durchs Bild und will als Steve Rogers unbedingt in den Krieg ziehen (vom zweiten Weltkrieg ist die Rede, und auch wenn er natürlich patriotische Pflicht ist und höchste Aufgabe eines Mannes: Im Film bleibt er doch stets ein etwas avanciertes Actionspiel). Er versucht es immer wieder in verschiedenen Rekrutierungsbüros und immer wird er abgewiesen: zu klein, zu sehr Hänflig.

Aber er ist hartnäckig. So hartnäckig, dass er sich mit den Größeren und Stärkeren anlegt, wenn es um die Bedeutung dieses Krieges und die Ehre des Landes geht, und natürlich soll uns das zeigen, dass dieser kleine Wicht hier innerlich ganz groß ist. So sieht das dann auch Abraham Erskine (Stanley Tucci), der ihn zu einer Spezialeinheit holt und als Testobjekt Nummer Eins für sein Spezialserum auserkoren hat. Erskines Versuchskammer entsteigt Rogers dann auch fast zwei Köpfe größer und mit deutlich mehr Muskulatur, als man in einem Labor je sinnvoll gebrauchen kann.

Die Comicfigur des Captain America ist nicht gerade der Exportschlager unter den amerikanischen „Avengers“ – und das liegt sicher auch an seiner engen Anbindung ans amerikanische Nationalgefühl. Der Captain tauchte erstmals 1940 auf, also noch vor dem offiziellen Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg, und begann seine Karriere vor allem als Nazijäger an der Seite amerikanischer Soldaten. Ab 1945 trieben ihn dann auch andere Bösewichter stärker um.

Joe Johnstons CAPTAIN AMERICA ist zuallererst – und da müssen anscheinend alle Superhelden-Franchises durch, aber vielleicht hat mal jemand eine frische Idee dazu, wie man das vermeiden könnte – eine Originstory, erzählt also, wie und wann und warum der Held wurde, was er wurde. Und so gibt es hier all das, was ein „period piece“ so braucht: Die Autos, die Mode, die Architektur der 1940er Jahre. Und natürlich reichlich Nazis, deren wichtigste Köpfe aber hier nicht die realen Nazis sind (was für den Film ein Problem ist, da er die Gräuel der Realität nicht kennt und die Wichtigkeit des Krieges nur behaupten kann), sondern eine wissenschaftlich-okkulte Sonderorganisation namens „Hydra“ unter Leitung eines sehr schlecht gelaunten Johann Schmidt (Hugo Weaving).

Es wird viel schwarzes Leder getragen in dieser Welt, die nur die stereotypischsten Varianten des „mad scientist“ als Nazi enthält, die man sich ausdenken kann, und auch Weaving weiß das nur mit Kälte und Machtbesessenheit zu füllen und nicht mehr. Da sehnt man sich nach den wahren Nazi-Monstren aus HELLBOY. Toby Jones als sein ausführender Sidekick deutet da schon Vielversprechenderes an, bekommt aber keinen Platz dafür.

Und warum deutsche Bösewichter, die in einem amerikanischen Film von Muttersprachlern verkörpert werden, Englisch mit pseudodeutschem Akzent sprechen, gehört übrigens auch zu den Rätseln des Weltkinos. Aber das nur am Rande.

Passend dazu, dass die Bösen in diesem Film also auf eine ganz grundlegende Weise uninteressant sind, verliert auch der Film an Biss, sobald es an die Action geht. Die ist nämlich allenfalls Durchschnitt, einfallslos inszeniertes Rumgeballere und -gespringe in Standardsituationen. Ganz am Anfang springt Captain America vor einer schlecht in den Hintergrund kopierten Explosion herum und weckt damit die Hoffnung, dass Johnston (der ja bisher als Regisseur so Perlen wie JUMANJI und THE WOLFMAN verantwortet hat) seinen Film doch ganz campy verstehen will, mit großem selbstironischen Schwung und Zwinkern versehen – aber leider verflüchtigt sich dieser Eindruck sehr schnell. Die zweite Hälfte des Films ist nur noch bieder, ernsthaft und dröge.


Vorher, da gibt es ganz winzige Ansätze zur Ironie: Wenn CAPTAIN AMERICA den Patriotismus der 1940er Jahre emuliert, dann grenzt das schon an einen skeptischen Blick auf die Gegenwart, zumal sich der Einsatz der Hauptfigur zunächst aufs Mediale beschränkt, auf die Kriegseinstimmung der Heimatfront. In den ganzen Stars und Stripes auf der Showbühne könnte vielleicht ein nicht ganz stiller Kommentar zur amerikanischen Medienrealität drinstecken, wenn der Film sich dafür je mehr interessieren würde, denn als reines Vehikel zur „Ungeduldigmachung“ seines Protagonisten.

Das wirklich Interessante an CAPTAIN AMERICA sind also die Szenen, in denen nicht gekämpft wird. Auch wenn man hier kein komplexes psychologisches Drama erwarten darf, bekommt man doch ein bisschen ehrlichere Motivation und Emotion geboten als in den meisten Superheldenfilmen (etwa dem in dieser Hinsicht geradezu verhungerten GREEN LANTERN, der allerdings wesentlich entschlossener die Schritte in Richtung Trashkino geht).

Es gibt sogar eine sich halbwegs interessant anbahnende Liebesgeschichte zwischen Rogers und Peggy Carter (Hayley Atwell), die aber nicht nur in der zweiten Filmhälfte ziemlich abgehakt wird, sondern auch vorher schon darunter leidet, dass die Existenz der weiblichen Figur praktisch nicht begründet wird.

Mit anderen Worten: Sie ist letzten Endes (und vor allem im Ende wird es offenbar) dann doch nur Erfüllungsgehilfin, an der sich der männliche Held reiben, rubbeln und entwickeln kann, darf und soll: das ist noch einen ganzen Schwung schlimmer als bei THOR, wo der weibliche „love interest“ wenigstens für einen Teil der Geschichte in ihrem Fokus stehen darf. Carter ist also vor allem Stichwortgeberin und hübsch, nein, stets perfekt aussehendes Objekt, selbst wenn sie gerade aus dem Gefecht kommt – Frisur und Lippenstift sitzen immer.

CAPTAIN AMERICA ist womöglich nur ein ziemlich teurer Werbespot und Lückenfüller, der auf den für 2012 angekündigten THE AVENGERS vorbereiten soll. Der Kontext wird jedenfalls ausführlich vorbereitet. Am Schluss taucht – natürlich – Nick Fury (Samuel L. Jackson) auf und Tony Starks Vater Howard (Dominic Cooper) ist in fast jeder Laborszene zu sehen. Wie sein ironischer, eigentlich ganz unpatriotischer Sohn aka Iron Man mit dem so bierernsten Rogers zurecht kommen wird, das wird sich dann zeigen. So lange Joss Whedon bei dem Projekt noch als Autor und Regisseur genannt wird, darf man sich zumindest ganz kleine Hoffnungen machen.




4 Antworten zu “Captain America: Review”

  1. nice post!!!!!! haha !!!!!! yes

  2. Supermaus sagt:

    Zwar würde ich Captain America nicht in die Riege der m.E. wirklich großen Comic-Produktionen stellen wie Thor, Iron Man I, die X-Men Reihe (abzgl. Wolverine, der war eher schwach), Green Lanter und erst recht nicht in Nachbarschaft der großartigen Christopher Nolan-Batman-Streifen.
    NIchtsdestotrotz war es ein guter Film. Marvel hat hier alles richtig gemacht. Viele der Bilder hätten genau so auch als Comic-Panel stehen können. Oftmals wird der Patriotismus mit einem kleinen Augenzwinkern gezeigt. Sympathisch auch, dass der „Show-Cap“ das Original-Comic-Kostüm trägt.
    Red Skull und sein wissenschaftlicher Gehilfe haben ihre Rolle hingebungsvoll gespielt, und bei der Konfrontation auf der Brücke zwischen Cap und Red Skull hab ich sogar eine kleine Gänsehaut bekommen.
    Sowohl Action als auch Humor waren durchaus brauchbar, auch wenn man zuweilen etwas von der Vorlage abweicht (z.B. beim Tod von Bucky). Herrlich auch die Darstellung des jungen Howard Stark. So wie diese Rolle angelegt ist, traut man ihm einen Sohn wie Tony Stark voll und ganz zu.
    Es stimmt wohl, dass die Gräuel des Krieges beschönigt werden. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass wir hier einen Comicverfilmung haben und keinen Historienfilm.
    Alles in Allem ein guter, unterhaltsamer Film mit ordenlicher Action und (vorlagenbedingt) relativ dünner Story, die aber maximal präsentiert wird und zu keiner Zeit langweilig wirkt.
    Da nicht unbedingt Captain America-Fan, habe ich von dem Streifen nichts erwartet und war von daher sehr positiv überrascht.

  3. Daniel Rehn sagt:

    Ich kann Rochus‘ Kritik in weiten Teilen zustimmen, aber ich kann auch beruhigen: Wer (so wie ich) ein Marvel-Nerd ist, der hat seine helle Freude an den vielen kleinen Querverweisen zum restlichen Marvel-Universum und den Andeutungen auf die Avengers. Das hebt meine persönliche Wertung gleich auf 3 von 5 Sternen ^^

    Ansonsten ist der Cap in der Tat gerade dann interessanter anzusehen, wenn er nicht auf die aufgeblasene Pauke haut. Hugo Weaving ist hingegen wirklich verschenkt. Da hätte man auch jeden anderen Darsteller nehmen können.

    Am Ende bleiben ein paar nette One Liner, die Feststellung, dass der 3D-Zusatz mal wieder komplett für die Tonne ist, und der obligatorische Stan Lee-Auftritt für den Lacher zwischendurch ;-)

  4. Sylvio sagt:

    Das hört sich doch gar nicht so gut an.
    Gucke ich.

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Autor:
Rochus Wolff



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