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Bunny and the Bull: DVD-Kritik

Regie: Paul King
Darsteller: Edward Hogg, Simon Farnaby and Verónica Echegui
UK, 2009; Start: 25.11.2011 (DVD/ BD)

Stephen verlässt seine Wohnung nicht mehr. Pedantisch in Monk-Manier sortiert er Dinge in Schachteln („it’s important to stay organized“), hält penibel seinen Tagesablauf Aufstehen – Nichtstun – Lunch – Nichtstun – schlafen ein. Doch dann, als ihm das vakumierte Essen verdirbt, holen ihn Erinnerungen bzw. Halluzinationen aus der Vergangenheit ein. Sein toter Freund Bunny erscheint und gemeinsam machen sie sich noch einmal auf den Roadtrip durch Europa.

Für nüchterne Realisten ist der Film nichts. Er zeichnet artifizielle Welten und erinnert in seiner Machart stark an den wunderbaren LA ANTENA. Auch in BUNNY AND THE BULL werden Landschaften aus Pappmaché oder Zeitungsschnipseln erschaffen, ein Jahrmarkt findet im Inneren einer Uhr statt, das Riesenrad ist ein Zahnrad. Die Kulisse entsteht dabei immer auf Vorlage von Stephens Wohnung: Stephen blickt einen Gegenstand an und erinnert sich – die darauffolgende Szene trägt die Merkmale des jeweiligen Bereichs seiner Wohnung. So schafft die collagierte Story es gleichzeitig, immer in der Wohnung zu bleiben und doch in Rückblenden die vergangenen Ereignisse zu schildern.

Neben der märchenhaften Visualität glänzen die Charaktere: Bis ins skurrilste Detail durchdacht ergänzen sich der penible Stephen und Hippie Bunny perfekt. Hinzu kommt der unwiderstehliche britische Akzent und die Situationskomik der unmöglichsten Handlungsstränge und Nebenfiguren, u.a. Richard Ayoade („Moss“) aus THE IT CROWD.

Blickt man hinter all das Künstliche, all die Witze, wird die Geschichte jedoch traurig. Stephen ist ein Gefangener, ein Gefangener seiner selbst. Er ist zu schüchtern und zu gehemmt, um normal mit Frauen umgehen zu können und versteckt sich hinter nerdigen Diskussionen. Bunny rät ihm einmal: „Girls don’t like grammar“. Impulsivität, den eigenen Wünschen und Träumen folgen, das ist nichts für Stephen. Und als er es doch einmal tut, muss er sich prompt zwischen seinem Freund und seinem geliebten Mädchen entscheiden. Nach dem Roadtrip flüchtet er in seine Wohnung, verschanzt sich, schafft sich seine eigene vermeintlich sichere Welt und ist abhängig von einem Telefonbestellservice, der ihn zwingt, seine Bestellung abzuschließen: „Say ‚Feed me, Feed me, Feed me'“.

Die DVD: (bei Amazon bestellen)
Als Extras sind enthalten: Kurze Interviews mit Cast & Crew, die in dem zusätzlichen „Behind the Scenes“-Material wieder aufgegriffen werden. Und der Original-Trailer.



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Autor:
Filiz Schulz



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