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Breaking Bad: Granite State – TV-Kritik

breaking bad graniteGRANITE STATE: Der Titel ist –wie immer bei BREAKING BAD-Programm. Die vorletzte Folge der Serie gleicht dem Vorhof zur Hölle, wo allerletzte Lichtblicke von Wolken verhangen werden und der zentralen Figur, dem Auslöser für all das, was Staffel 5 zu so einer schwarzen Spirale nach unten hat werden lassen, der Ehering vom Finger fällt. Walter White ist down and out, abgeschoben in eine abgelegene Hütte in New Hampshire. Und nur gegen 10.000 Dollar erklärt sich Robert Forster bereit, eine Stunde mit ihm Karten zu spielen.

Dass Walter im Finale sterben wird, dürfte inzwischen feststehen, doch ansonsten ist nach wie vor alles unklar. War es wirklich das TV-Interview mit den Grey Matter-Chefs, das die Entscheidung zu einem „last stand“ ausgelöst hat? Was wird Walt nun machen – wird er die Knarre im Kofferraum doch noch einsetzen? Was ist mit Skyler, Flynn, Jesse und Co. – kann er seine „Familie“ zumindest so weit bringen, dass sie ihm verzeiht? FELINA, so der Titel der letzten Folge, wird ganz sicher eine Tortur. “The sweet, kind, brilliant man that we knew long ago – he’s gone.”

Alle haben sich inzwischen von Walter abgewendet, selbst Saul und Flynn. Ersterer versucht bis zum buchstäblich letzten Satz, Walt einen (schmerzhaften) Ausweg aufzuzeigen, und letzterer zerstört jede noch verbliebene Illusion einer Familie. Why are you still alive? Why don’t you just die already! Just die.” Zum wiederholten Male ist es ein Telefongespräch, das die beste Szene einer Folge darstellt – denn direkte Konfrontationen sind einfach nicht mehr möglich. Flynn war Walts letzter Halt, sein letzter „Verbündeter“, und selbst der geht nun auf größtmögliche Distanz. Die Eiseskälte von New Hampshire ist inzwischen in der linken Brust angekommen. Walt ruft die Polizei…und verschwindet dann Richtung Albuquerque.

Breaking-Bad-Granite-State--575x365GRANITE STATE bereit also ein Ende vor, das einfach nur furchtbar werden kann, und manövriert dazu auch das letzte große Fragezeichen in Position. Todd hat sich still und heimlich vom unscheinbaren Handlanger zu einem großen Gegner etabliert, der in gewisser Weise genauso gefährlich ist wie Gus Fring. Die Szene, als Todd bei Skyler auftaucht, versetzt in eisige Schockstarre, weil man spätestens dann weiß, dass dieser Typ alles, wirklich alles tun würde. Gus Fring gab ja ebenfalls nach außen den adretten Musterbürger, und genauso kann auch Todd mit seiner unscheinbaren Erscheinung einen entscheidenden Vorsprung gewinnen.

Nirgends wird das so deutlich wie bei der großartigen Szene mit Andrea, als sie ihm gerne die Tür öffnet und dafür hinterrücks erschossen wird. Der entscheidende Moment ist hier aber nicht das Abfeuern der Waffe, sondern der Blick durch die Wohnung. Wenn Brock anwesend gewesen wäre, hätte Todd ihn auf jeden Fall auch umgebracht – eine erneut eisige Vorstellung, die äußerst geschickt die grundlegende Angst jedes Menschen vor fataler Täuschung aufgreift. Auf Todd lässt man sich doch gerne ein, weil er immer lächelt und sich wie ein folgsamer BWL-Student gibt. Dass ausgerechnet hier ein absolutes Monster lauert, versetzt der finalen Staffel einen Drall völliger Unberechenbarkeit. In einem Moment gestattet er Jesse, die Sterne zu sehen, und im nächsten dann wird zumindest impliziert, dass er ein Baby töten würde.

breaking-bad-granite-state-aaron-paulGRANITE STATE macht keine Gefangenen mehr, alles wartet auf die Rückkehr von Heisenberg. Die Figuren um Walter White sind wie eingefroren und können nur noch reagieren, nicht mehr agieren. Jesse bettelt sogar um seinen Tod, so sehr ist er psychisch und physisch am Ende, und Skyler funktioniert wie hinter einer Wand aus Hall und Geräuschen. Diese vorletzte Folge von BREAKING BAD ist unglaublich schwierig und sperrig, weil zwar der Magnet Richtung Abgrund hier Sendepause hat, aber man trotzdem zwei Millimeter vor dem sicheren Tod steht und jederzeit einen finalen Schubser bekommen kann. Keine Frage: Noch viel radikaler, mutiger und eindringlicher kann Fernsehen eigentlich nicht mehr werden.

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Eine Antwort zu “Breaking Bad: Granite State – TV-Kritik”

  1. this is good article !!!!!!

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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