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Blood Into Wine: DVD-Kritik

Regie: Ryan Page, Christopher Pomerenke
Darsteller: Maynard James Keenan, Eric Glomski, Milla Jovovich
USA 2010; Start: 21.10.2011 (DVD)

Der Rockstar Maynard, bekannt als Frontmann von Tool, A Perfect Circle und Puscifer, geht seit ein paar Jahren in den Bergen Arizonas einer neuen Leidenschaft nach: Er baut mit seinem Partner Eric Wein an. Der (manchmal inszenierte) Dokumentarfilm zeigt die beiden bei ihrer Arbeit.

Der Film beginnt mit sarkastischen Humor, der immer wieder aufblitzt: Maynard sitzt in einem semiprofessionellem TV-Studio und soll seinen missmutigen Gastgebern ein paar „interesting facts“ über Wein erzählen. Konfrontiert mit ignoranten, vorurteilsbehafteten Moderatoren, die Alkohol als Gift, Teufelszeug bezeichnen, öffnet er die mitgebrachten Weinflaschen mit einem Mörder-Flaschenöffner in Fischgrätenform.

Das Schöne an BLOOD INTO WINE mit den mitunter gestellten Szenen ist, dass trotz des Humors, des Sarkasmus, die wahren Persönlichkeiten der Protagonisten nicht verdeckt werden. Maynard ist am Anfang wenig greifbar, still, nie lächelnd, ein bisschen Piss off-Rockstar-Attitüde. Doch spätestens beim „Judith-Wein“ und der autobiographischen Geschichte um seine Mutter Judith wird seine Figur komplexer, und ja, sehr sympathisch.

Denn Maynards Winzerprojekt ist keine Laune eines reichen Rockstars. Er ist in Jerome in Arizona angekommen, die Landschaft, der Ort erden ihn. „My body feels much more comfortable here“ als im Tourbus seines vorigen dekadenten Rockstar-Lebens. Auch gehört er nicht zu der Sorte, die andere einstellen, um die ganze Arbeit zu erledigen. Maynard ist sich dessen bewusst, dass er noch wahnsinnig viel von seinem Mentor Eric zu lernen hat. Aber er freut sich auf den Tag, an dem Eric Maynards eigen angebauten Wein mit einem Kopfnicken absegnet. Bis dahin pflanzen sie gemeinsam neuen Wein, schützen die Reben und ernten die Trauben, überprüfen den Boden, den Gärungsprozess. Dass das nicht sofort Geld bringt, ist Maynard unwichtig. Mit seinen Bands wurde er erst nach sieben Jahren erfolgreich und so wird das auch mit den Weinbergen sein, vertraut er.

Mit Eric steht Maynard ein Mensch zur Seite, der in den Bergen schon immer zuhause gewesen sein muss. Im Abendsonnenlicht macht Eric mit seiner Frau Yoga auf der Terrasse, als Student ist er durch sämtliche National Parks gewandert und hat Bier und Apfelwein gebraut. Das Winzerdasein hat seinen Geruchssinn verschärft, daraus einen „Extra-Sense“ gemacht. Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit ist ihm und Maynard extrem wichtig (aber warum lassen sie extra für den Film bloß einen in Europa lebenden Weinkritiker einfliegen?). Die beiden verbindet ihre Sicht auf die Welt: „We’re both motivated, ambitious, curious“ – das Interesse an der Welt, die sie umgibt, treibt beide an.

Dritter Protagonist des Films ist zweifelsohne der Wein selbst. Angenehm ist, dass er nicht als Luxusgetränk für Kenner verherrlicht wird – Wein ist Geruchs- und Geschmackssache und dementsprechend individuell verschieden. Vor Beginn des Films sollte man unbedingt eine gute Flasche Rotwein öffnen – denn der Film macht richtig Lust drauf. Was mich brennend interessiert: Wie Maynards und Erics Weine wohl für den mit europäischen Weinen verwöhnten Gaumen schmecken … Der renommierte Weinkritiker beschreibt Wein als „time machine. Particulary when you drink old wines“. Wein ruft Erinnerungen hervor, an die Hänge mit den Weinstöcken, Schlüsselmomente, in denen man Wein getrunken hat.

Maynards Geschichte ist nicht nur die Geschichte eines Rockstars, der sich eine andere Profession sucht. Es geht vielmehr um einen „art process“, eine „journey of self discovery“. Der Weg in die Berge Arizonas erinnert ein wenig an Christopher McCandless’ Sinnsuche in INTO THE WILD, die Suche nach dem Selbst, die Rückführung und -besinnung in die Natur.

Die DVD: (bei Amazon bestellen)
Die DVD enthält etwa 9-minütiges Bonusmaterial „Wine Medicine“, in dem die Probleme mit der Alkoholbehörde dargestellt werden.



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Autor:
Filiz Schulz



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