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Birdemic – Shock and Terror: BD-/DVD-Kritik

BirdemicRegie: James Nguyen
Darsteller: Alan Bagh, Whitney Moore, Janae Caster
USA/2008

In James Nguyens eigenen Worten: „Ein Schwarm von Adlern und Geier (sic) greift eine kleine Stadt an. Eine Menge Leute sterben und warum haben die Adler und Geier angegriffen?“

Hin und wieder gibt es Filme, die sind so schlecht, dass sie selbst den abgebrühtesten Trash-Connaisseur noch sprachlos hinterlassen und erstmal die Frage aufwerfen, ob das gerade Gesehene tatsächlich schierem Unvermögen oder simplem geschäftlichen Kalkül mit Blick auf die Kultfilm-Klientel entsprungen ist. James Nguyen, einem kleinen, untersetzten Mann von 54 Jahren, hauptberuflich Softwareverkäufer und nach Feierabend Regisseur, scheint es allerdings ernst zu sein. Immerhin lässt der erklärte Hitchcock-Fan mit BIRDEMIC, einer Hommage an des Meisters DIE VÖGEL, bereits seinen dritten Film auf die Menschheit los; einen „romantischen Thriller“ (den Begriff „master of the romantic thriller“ hat er sich vorsorglich schützen lassen), der gleichzeitig eine flammende Anklage gegen den Klimawandel ist; zumindest in seinen Augen.

Der Rest der Welt staunt über unfassbar hölzerne Laien, die Zeilen aufsagen, derer sich jedes Schülertheater schämen würde, im wahrsten Sinne des Wortes schräge Kameraarbeit und einen Schnitt, der die Gefahren verschreibungspflichtiger Arzneimittel anschaulich vor Augen führt. Und dann sind da noch die „Spezialeffekte“, die nach einer geschlagenen dreiviertel Stunde, in der Nguyen die zart erblühende, keimfreie Romanze zwischen seinen beiden Hauptdarstellern erzählt, plötzlich ins Spiel kommen. Der abrupt hereinbrechende Angriff der zweidimensionalen Computervögel weckt eher Assoziationen an „Space Invaders“ und Bays PEARL HARBOR denn an Hitchcock – mit dem Geräusch abstürzender Propellermaschinen unterlegt, stürzen sich die suizidalen, erbärmlich fiependen „Adler und Geier“ Kamikaze-Piloten gleich auf die Stadt und explodieren in bester SOUTH PARK-Manier beim Einschlag.

Birdemic

Spätestens angesichts dieser Szenen drängt sich die Frage auf: Kann das alles wirklich ernst gemeint sein? Die zahlreichen Interviews, in denen der stets akkurat mit Anzug und Krawatte auftretende Nguyen sich und seine Intentionen erklärt, zeigen: es kann. Darüber hinaus ist BIRDEMIC in weiten Teilen aufgrund der technisch inkompetenten Machart einfach zu zuschauerfeindlich, um als kalkuliertes Produkt durchzugehen. Das monotone, Kopfschmerz induzierende Quietschen der „Vögel“ und die permanent schwankende Tonqualität, durch die Dialoge stellenweise nahezu vollständig in Straßenlärm, Wind- und Meeresrauschen untergehen, dürften Nguyens Film für die meisten Menschen schlicht unansehbar machen.

Birdemic

Trotz allem entwickelt BIRDEMIC aber in einigen Momenten den rührenden Charme der Outsider Art. Besonders schön wird Nguyens naive Aufrichtigkeit in einem langsamen Schwenk über ein drittklassiges Wandbild in einem vietnamesischen Restaurant deutlich, einer so plumpen wie herzerweichenden Liebeserklärung an die Heimat seiner Kindheit, aus der er nach Ende des Vietnamkriegs im Alter von neun Jahren mit seinen Eltern emigrierte, sowie in den ständigen, mit kindlichem Idealismus vorgetragenen Warnungen vor den Gefahren der globalen Erwärmung. Kurzum: BIRDEMIC ist zwar ein vollkommen abstruser Angriff auf die Sinne und den Verstand, aber so richtig böse kann man dem kleinen Softwareverkäufer aus San Francisco einfach nicht sein – und wer gar ein Faible für filmischen Totalschaden im verwirrten Geiste von TROLL 2 hat, wird hier zweifellos seine Offenbarung finden.

Birdemic

Die DVD & BD: (Bestellen bei Amazon.com)
Ein Schelm, wer hier eine porentiefe Blockbuster-Präsentation erwartet, denn dadurch würden z.B. die grottigen Effekte ja nur noch grottiger erscheinen. Das Bild ist zumindest okay, der Ton dafür fürchterlich und die Bonusabteilung sehr umfangreich. Es gibt zwei Audiokommentare, deleted scenes, ein Making Of, ein Portrait des Regisseurs und Trailer.

Für die Bewertung bitte die Augen schließen und irgendwo drauftippen:



Die offizielle Webseite

2 Antworten zu “Birdemic – Shock and Terror: BD-/DVD-Kritik”

  1. Martin Beck sagt:

    Man beachte die Vögel auf Screenshot 1+2. Eine neue Dimension von Recycling!

  2. Olli sagt:

    Oha, da waren echte Compositing-Meister am Werk. Respekt!

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Autor:
Jan Zeleny
Kinematopath



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