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Barfuß auf Nacktschnecken: Kritik

Regie: Fabienne Berthaud
Darsteller: Diane Kruger, Ludivine Sagnier, Denis Menochet u.a.
Frankreich/2010
DVD-Starttermin: 30.09.2011

Die Mutter der gegensätzlichen Schwestern Lily und Clara stirbt überraschend. Die ungestüme, in ihrer Fantasiewelt lebenden Lily muss von nun an alleine auf dem riesigen Landgut klar kommen, da Clara verheiratet ist und entfernt in einer Kanzlei arbeitet. Doch Lilys unangemessenes Verhalten erfordert bald Claras permanente Anwesenheit auf dem Gut. Und die beiden Schwestern haben seit Langem wieder die Chance, sich näher zu kommen und dabei viel über sich selbst zu lernen.

BARFUß AUF NACKTSCHNECKEN inszeniert sich als Feelgood-Movie mit viel zu vielen Stereotypen in der Figurenentwicklung. Clara als kühle, erwachsene, vernünftige Schwester, die völlig durchgeknallte, unberechenbare und impulsive Lily als Gegenpol. Leider schafft der Film es nie, auszubrechen aus diesen festgesetzen Rollen, auch wenn er sich bemüht und Clara am Filmende zu dem Ergebnis kommt, dass man nur von Tag zu Tag leben muss.

Die sehr exzentrische Darstellung von Lily (Ludivine Sagnier – PUBLIC ENEMY No. 1, 8 FRAUEN) beginnt spätestens nach 15 Minuten zu nerven. Irgendwie nimmt man der SWIMMING POOL-Darstellerin die infantile kleine Schwester nicht ab. Ihr maßloses Essen ohne Manieren, der willige Umgang mit den Jungs aus ihrer Umgebung – die Urinstinkte Essen und Sex lebt sie so unappetitlich aus, dass es irgendwann keinen Spaß mehr macht und das eigentlich Feelgood-Gefühl ausbleibt. Im Gegenteil. Wie Claras Ehemann Pierre (Denis Menochet – INGLORIOUS BASTERDS, LA VIE EN ROSE) fragt man sich, wann der Kleinen endlich Grenzen gesetzt werden. Lily schafft es nach und nach, Clara (Diane Kruger – INGLOROUS BASTERDS, TROJA) immer mehr in ihre Welt zu ziehen – im Fluss schwimmen, in der Wiese liegen, One-Night-Stands -, einfach ein bisschen unvernünftig zu sein.

Aber auch Clara wird es irgendwann zu viel mit Lily. In einem Wutmoment taucht Clara Lilys Kopf in der Badewanne unter, bis diese sich nicht mehr rührt. Clara ist entsetzt über ihre Tat, bis Lily wieder auftaucht. In keiner weiteren Szene nimmt der Film diese nicht gerade triviale Szene wieder auf. Clara wollte ihre kleine Schwester töten; und am nächsten Tag liegen sie sich wieder in den Armen.

Der Film versucht, sehr nahe an der Realität zu sein: viele Nahaufnahmen der ungeschminkten Gesichter der Schwestern, die nicht starr von Botox sind, natürlicher Kleidungsstil, usw. – aber leider hat er als Sujet ein gänzlich irreales Szenario. Lily hat borderlinehafte Züge: sie schwankt zwischen hysterischen Tränen und übermütigen Lachen, sie kommt absolut nicht alleine zu recht und schafft sich aus Einsamkeit ihre eigene Fantasiewelt. Ohne Clara wäre sie lebensunfähig. Diese scheint das aber nicht zu stören. Immer wieder schützt sie ihre Schwester. Blut scheint dicker als Wasser zu sein. Schließlich fahren die beiden in den Sonnenuntergang, mit nichts als selbstgemachten Pantoffeln und Marmelade, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Man merkt BARFUß AUF NACKTSCHNECKEN deutlich an, dass es ein Frauenfilm ist. Naturverbundeheit, der große Wert der Familie, das Zusammenschweißen gegen Männer, das sinnlose Sich-im-Weizenfeld-Rollen – leider reißt das überhaupt nicht mit. Auch fehlen wirklich innovative Bilder oder visuellen Umsetzungen.

Einzig und allein die verrückten Einfälle von Lily schaffen es, auszubrechen: Wenn sie Baumstämme mit Häkeldecken umwickelt oder die Zehen von Geflügel rot lackiert, dann hat das durchaus Unterhaltungswert. Aber es gibt weitaus berührendere Filme mit französischem Feelgood-Flair, wie zum Beispiel HERZENSBRECHER.

Bei Amazon bestellen: DVD und Blu-Ray




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Autor:
Filiz Schulz



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