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Auf brennender Erde: Kritik

Auf brennender ErdeRegisseur: Guillermo Arriaga
Darsteller: Charlize Theron, Jennifer Lawrence, Kim Basinger
USA/2008; Start: 26.5.2011

Ein dramatisches Puzzle aus verschiedenen Handlungssträngen, das mit einem brennenden Wohnwagen und zwei darin befindlichen Leichen beginnt.

AUF BRENNENDER ERDE ist das Regiedebüt von Guillermo Arriaga, dem Drehbuchautor von BABEL, 21 GRAMS und AMORES PERROS. Und genauso sieht der Film dann auch aus, vor allem bezogen auf seine verschachtelte Struktur, die über mehrere Ebenen und Orte drei Geschichten miteinander verknüpft. Da wären zum einen die beiden späteren Leichen (Kim Basinger & Joaquim de Almeida), dann eine abweisende Kellnerin mit dunkler Vergangenheit (Charlize Theron) und schließlich noch die Kinder der späteren Leichen (J.D. Pardo & Jennifer Lawrence).

Zunächst scheinen diese Protagonisten einfach nur nebeneinander zu stehen, doch im Verlauf des Films zeigen sich natürlich Verbindungen. Guillermo Arriaga webt einen schwermütigen Beziehungs-Quilt, der tief gezeichnete Menschen auf eine mitunter anstrengende Seelensuche schickt. Ab und an erscheint seine non-lineare Erzählung geradezu mutwillig kompliziert und verhindert damit eine starke emotionale Bindung zu den Charakteren. Ein Film als Skizze, Desorientierung als Spannungsmoment. Wenn man die einzelnen Erzählstränge Auf brennender Erdeeinfach mal auf ihre „nackten“ Inhalte herunterbricht, kommen eigentlich keine übermäßig sperrigen Geschichten heraus.

Man tut sich von Beginn an etwas schwer mit AUF BRENNENDER ERDE, wobei die erste Hälfte noch die Frage nach der Verbindung der Personen trägt – was dann nach der Auflösung in eine viel zu offensichtliche Kausalkette braver Schicksalserfüllungen mündet. Man sieht viele Tränen, viele stierende Blicke und letztendlich vor allem vorgetäuschten Anspruch, der hinter den Kulissen ganz schön platt und unausgereift erscheint. Was bringen denn leidende Figuren, wenn sie nur eindimensional gezeichnet werden und ihre Probleme selbstzerstörerische Allgemeinplätze sind?

Im Grunde verbrät Guillermo Arriagas hier zum vierten Mal die gleiche inhaltliche Masche, nur wird er diesmal nicht von einem versierten Regisseur aufgefangen, der dem fatalistischen Treiben den nötigen Drive gibt. Der Film ist langsam, vorhersehbar und berührt so wenig, dass selbst die tollen Bilder von Robert Elswit (THERE WILL BE BLOOD) und die Oscar-prämierte Damenriege keine Linderung der hartnäckigen Langeweile bringen können. Die scheinbar eindringlichen Momente haben keine Luft zum Atmen, hinter jeder Ecke lauern neue Dramatik und offensichtliches Pathos mit Kurs nach unten.

AUF BRENNENDER ERDE wurde bereits 2008 abgedreht und kommt erst jetzt ins Kino, veröffentlicht von einem kleinen Verleih. Wenn ein Film so eine Vita aufweist und dabei ZWEI Oscargewinnerinnen (=Kim Basinger und Charlize Theron) in seiner Besetzungsliste hat, kann man davon ausgehen, dass hier die ganzen scharfen Steakmesser vonnöten sind. Die großen Studios haben alle abgewunken, so dass jetzt die „Kleinen“ mal dran sind. Hollywood-Glamour zum Schnäppchenpreis, und gleich hinter dem Poster dann leider ziemlich schnell triste Langeweile und vertane Chancen. AUF BRENNENDER ERDE ist einfach zu wenig für zwei Stunden packendes Kino, so traurig sich das auch anhört.



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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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