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Alles, was wir geben mussten: Kritik

Regie: Mark Romanek
Darsteller: Keira Knightley, Carey Mulligan, Andrew Garfield u.a.
UK 2010; Start: 12.08.2011 (DVD)

Kathy, Tommy und Ruth wachsen gemeinsam in einem Internat auf. Strenge Erziehung und die totale Konzentration auf das körperliche Wohl der Schüler verdeutlichen bald, dass es mit dieser Schule aber etwas anderes auf sich hat: Sie dient als „Lager“, um Spenderklone heranzuziehen. Die drei wachsen heran und kommen in ihrer Pubertät langsam hinter die grausige Wahrheit und Endlichkeit ihres kindlichen Zusammenseins: Denn nach und nach wird jeder von ihnen zum „Spender“.

ALLES, WAS WIR GEBEN MUSSTEN reflektiert vor britisch-ländlicher Kulisse ein spannendes Thema: die ethische Einordnung von menschlichen Organersatzteillagern. Leider versäumt der Film gänzlich, näher auf dieses dystopische Element einzugehen und konzentriert sich eher auf die Dreier-Konstellation der Hauptfiguren.

Es ist ein sehr ruhiger Film, der mit wenigen Worten auskommt und die zwischenmenschlichen Beziehungen und den physischen Verfall/die Zerstörung der Hauptfiguren in den Vordergrund rückt. Die Rivalität zwischen Kathy und Ruth wegen des kleinen Tommys, Kathys stilles Zurücknehmen ihrer Gefühle und leises Leiden, als Ruth und Tommy ein Paar werden – all das macht den Film zu einer Ménage à trois. Wirklich ans Herz geht er jedoch erst, als Kathy ihren Tommy zur Spende aufgeben muss. Die hilflosen Blicke, die sie ihm auf seiner Krankenliege zuwirft, weil ihr nichts anderes übrig bleibt, als ihn seinem Schicksal zu überlassen.

Oder doch? Das große Problem des Films ist die Untätigkeit der Hauptfiguren. Indoktriniert folgen sie jeder Anweisung, keiner kommt auf die Idee, auszubrechen. Kathy und Tommy folgen wahnhaft einem systeminternen Konstrukt, um ihre Beziehung um ein paar Jahre länger aufrecht erhalten zu können. Doch die Internatsleiterin klärt sie kühl darüber auf, dass es keinen Ausweg aus ihrer Situation gäbe. Die Idee war nur eine Lüge, um das System aufrecht zu erhalten und die Spender nicht verzweifeln zu lassen.

Diese Unfähigkeit zu handeln spiegelt sich deutlich in einer einfachen Szene wieder. Als die drei einen Ausflug in ein kleines Städtchen machen, können sie sich nicht eigenständig ihr Essen oder ihre Getränke bestellen. Sie benötigen die Hilfe ihrer Freunde, die im Umgang mit dem „normalen“ Leben geübt sind.

So düster die Zukunftsvision ist, die der Film auf Vorlage des gleichnamigen Romans von Kazuo Ishiguro zeichnet, so unberührt bleibt man als Zuschauer. Irgendwie passt die Liebesgeschichte, die Dreierbeziehung, nicht in den Sci-Fi-Rahmen der Story. Dabei hätte der Film so viel verzweifelter und damit umso schöner darstellen können, wie verloren diese Kinder sind. Wie es sich anfühlt, ohne die Aussicht auf eine Zukunft aufzuwachsen. Wie sich ein Lebenskosmos anfühlt, der nur aus drei Personen inklusive einem selbst besteht. Man hätte so viel mehr aus der Vorlage machen können …

Die DVD: (bei Amazon bestellen)

Die DVD enthält neben dem Kinotrailer Bonusmaterial zu Tommys Malerei im Film, Plakate und Grafiken zum Organspendeprogramm, Einblicke hinter die Kulissen des Films und Ausschnitte der Set-Fotografie von Regisseur Mark Romanek.




5 Antworten zu “Alles, was wir geben mussten: Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    @Julius
    Doch doch, bin in China. Deswegen kann ich ja leider nicht an Eurem netten Plausch zu HOTEL BELA partizipieren. Aber Du hättest mich bestimmt eh boykottiert. He he he …

  2. Bartel sagt:

    Anscheinend war hier wieder die Titelübersetzungsschmiede „Theatralische Bedeutungsschwangerschaft GmbH“
    am Werke, die schon verantwortlich für den gänsehauterzeugenden Typographieterror von
    „Vorne ist verdammt weit weg“, „Zusammen ist man weniger allein“, „Wir sind was wir sind“, oder der unvergessene „Oh, Vater, armer Vater, Mutter hängt dich in den Schrank und ich bin ganz krank“ waren…

  3. Julio Sacchi sagt:

    Dachte beim Lesen, Du hättest n neues Pseudonym.
    Bist Du nicht mehr in China? Alter Stänkerkopp!

  4. Sylvio sagt:

    Machste Witze? Viel zu schwierig für mich. Ich warte immer noch auf die TRANSFORMERS-3-Sichtung. Ich wäre aber gerne bei Dir und dem ollen Felsenheimer dabei. Wird bestimmt sehr lustig! :-)
    Ich gucke den Film dann auch brav. Als Nicht-Raubkopie. ;-)

  5. Julio Sacchi sagt:

    Sylvio, bist Du’s?

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Autor:
Filiz Schulz



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