best business loans SBA Loans Small Business Loans Short Term Loads Big Lines of Creditbusiness loans Long Term Loans Working Capital Equipment Financing Merchant Cash Advances

13 Assassins: DVD-/BD-Kritik

13 AssassinsRegie: Takashi Miike
Darsteller: Koji Yakusho, Takayuko Yamada, Yusuku Iseya
J/2010; Start: 18.4.2011 (Verleih), 10.5.2011 (Verkauf)

DIE SIEBEN SAMURAI sind diesmal 13 und auch nicht alle Samurai, aber ein ländliches Dorf suchen sie trotzdem heim. Ihre Mission: Die Tötung des sadistischen Halbbruders des Shogun, der nur dummerweise mit einem Gefolge von 200 Mann einmarschiert. Das Dorf, es wird unweigerlich neu gestrichen – und zwar ROT.

Obwohl Takashi Miike schon seit Jahren an mainstreamigen Ufern grast, beginnt die frühere Fangemeinde jede Bewertung jedes neuen Films mit den Worten „schon erstaunlich, wie sehr sich Miike diesmal zurückhält“. Ja ja, auch auf 13 ASSASSINS trifft das natürlich zu, sofern man denn nach DEAD OR ALIVE 3 das Atmen eingestellt hat, und ja ja, trotz allen Mainstreams gibt es auch hier wieder kurze Blitze früheren Wahnsinns. ESSENTIAL KILLING in großen Blutlachen, und als Ablenkung laufen brennende Wildschweine durchs Bild.

13 ASSASSINS ist ein Remake des gleichnamigen Films von Eichi Kudo aus dem Jahr 1962, dessen Geschichte Takashi Miike erstaunlich getreu nacherzählt – wobei dieses „erstaunlich“ nicht dem früheren Miike, sondern der eher sperrigen Struktur der Vorlage geschuldet ist. Original wie Remake zerfallen nämlich in zwei Hälften, wobei die erste Hälfte der geduldigen Ausarbeitung der Mission und der Zusammenstellung der Attentäter-Truppe gehört, und die zweite Hälfte dann von schreienden Männern und blutigen Säbelstechereien dominiert wird. Bis zum Saft des Films muss man durch die Wüste, zumindest wenn der Sinn nach Action steht.

13 Assassins

Diese Struktur ist nicht unbedingt die Grundlage gefälligen Mainstream-Kinos, was in Japan durch die ikonische Besetzung und die klassische, dem Samuraifilm-Genre Respekt zollende Machart ausgeglichen wurde, doch hierzulande schon unruhiges Stühlerutschen verursachen könnte. Alles wartet ja eigentlich auf den epischen Kampf in dem Dorf, so dass die ausgedehnten Besprechungen und die umfangreichen Vorbereitungen davor vielen zu lange und langsam vorkommen werden. Letztendlich gibt Takashi Miike tatsächlich nur das Original wieder, doch trotzdem hätte es gut getan, der einen großen Schlacht ein paar kleinere Appetithappen voranzustellen.

13 Assassins

Das wirklich Überraschende an 13 ASSASSINS ist wohl, dass so ein durch und durch traditionell gestimmter Film überhaupt noch gedreht wird. Die Männer darin sind keine hübschen Popstars, Frauen kommen so gut wie gar nicht vor und die Inszenierung verzichtet weitgehend auf CGI und kinetischen Klimbim. Das Genre wird hier auf seinen Kern heruntergebrochen, was natürlich erstmal ungewohnt erscheint, doch eigentlich nichts anderes als erfrischende Ehrlichkeit vermittelt. Man kann hier einfach „nur“ die Geschichte und die Charaktere aufnehmen und muss sich weder um Meta-Ebenen noch um Ironie und comichafte Überhöhungen Sorgen machen. 13 ASSASSINS ist porentiefes Männerkino, Ausflüchte glücklicherweise nicht inklusive.

13 Assassins

Was nun Takashi Miike angeht, so beweist er mit diesem Film seine formvollendete Mainstream-Tauglichkeit, die nicht nur die unbedingte Beherrschung des Stoffes einschließt, sondern auch die ebenso unbedingte Kohärenz bei Schauspielführung, Ästhetik und Atmosphäre. 13 ASSASSINS ist eine teure Produktion mit epischem Atem und einem tief verwurzelten Verständnis für die Tradition seines Genres, die man seinem Regisseur noch vor ein paar Jahren niemals zugetraut hätte. Bei Takashi Miike darf es inzwischen als Überraschung gelten, wenn er mal wieder einen „bad taste“-Klopper à la ICHI THE KILLER hinlegen würde. 13 ASSASSINS dagegen zeigt ihn als gereiften Regisseur, der sich auch dann nicht beirren lässt, wenn es eigentlich einfachere Wege geben würde. Sein Remake ist ein solider, großer Film, dessen mutigste Tat darin besteht, sich einem modernen Anstrich zu verweigern.

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
Die deutsche Synchro war sicherlich ein ganz schöner Brocken und ist glücklicherweise sehr gut geworden. Bild und Ton befinden sich in der „state of the art“-Liga und an der Bonusfront erfreuen ein Making Of, Interviews, deleted scenes und Trailer. Jawoll, genau so soll es sein!



Die offizielle Webseite
Die offizielle Facebook-Seite

Hinterlasse eine Antwort

Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



Neueste Kommentare:
"Heul doch. Und: Danke, ist ausgebessert...."
Bei: Noch eine Liste - die besten Filme 2013
""erste Mal in der Filmgeschichte, das ei..."
Bei: Noch eine Liste - die besten Filme 2013
"Der erste war definitiv der coolere… der..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser
"Dem kann ich nur eines hinzufügen: Das s..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser
"Der erste Teil war jetzt nich so der Ham..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser