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127 Hours: Kritik

Regie: Danny Boyle
Darsteller: James Franco, Amber Tamblyn, Kate Mara
Start: 17.2.2011

Eine wahre Geschichte: Ein versierter Bergsteiger fällt in eine Felsspalte, kommt dort nicht mehr heraus und hat nach besagten 127 Stunden einen Arm weniger.

Filme von Danny Boyle sind des öfteren eine zwiespältige Angelegenheit, weil der Mann sehr gerne wirklich spannende Stoffe mit ästhetischen Flimmergewittern aus der Musikvideo-Kiste verbindet. Bei 127 HOURS nun, der vorwiegend in einer Felsspalte spielt, scheint dieser Ansatz eigentlich unmöglich, doch bereits in den ersten Minuten wird man eines besseren belehrt. Bevor es nämlich in die Spalte geht, wird erstmal mit Splitscreens, zugefilterter Cliphektik und wummernden Bässen ein mächtig aggressiver Blitzangriff gefahren. Der Film kommt erst zur Ruhe, als der Hauptdarsteller zur Ruhe kommt.

Doch auch nach dem eingeklemmten Arm kommt die formale Dynamik keineswegs zur Ruhe: Danny Boyle fuhrwerkt durch jeden Zentimeter der Felsspalte, die Utensilien von James Franco werden zu optischen Riesen-Gimmicks und auch sonst wird alles unternommen, um der Statik der Situation Dynamik zu verleihen. Es hätte 127 HOURS wirklich besser getan, einfach mal durchzuschnaufen, weil nämlich die beifallheischende Penetranz der formalen Agenda konträr zum beklemmenden Überlebenskapf läuft. Subtilität? Ist hier ein unüberwindbares Fremdwort.

Auf der anderen Seite aber muss man Danny Boyle auch gratulieren, diesen Stoff überhaupt anzugehen und ihn dann bis zum bitteren Ende durchzuziehen. Die letzten 30 Minuten, als sich James Franco mit einem stumpfen Messer langsam den Arm abschneidet, sind praktisch unansehbar, so direkt und drastisch schreit hier purer Schmerz von der Leinwand. Hardcore-Splatter pur, ihr lieben Bluthunde. Mit einer Sehnendurchtrennung, die jedes Kinopublikum zum Jaulen bringt, und einem unbedingten Mut zu Authentizität, die letztendlich doch ein unglaublich intensives Kinoerlebnis möglich macht.

Ach ja, der Hauptdarsteller: James Franco ist in diesem Film allgegenwärtig und vermittelt den verzweifelten Kampf mit einer Ehrlichkeit und Eindringlichkeit, die höchstens in diversen eher unnötigen Rückblenden den aufgesetzten Schauspieler raushängen lässt. Ansonsten aber trägt er den Film wacker durchs Ziel und lässt sich selbst von den formalen Kaspereien seines Regisseurs nicht klein bekommen. 127 HOURS ist einfach zu intensiv und packend, um sich übermäßig lange von piependen Digicams in den Brei hageln zu lassen.



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Autor:
Martin Beck
Good morning, my little chicks and cocks!



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